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Engagement für den PKA-Beruf

In vielen Kammern sind ADEXA-Mitglieder als Interessenvertreter der Arbeitnehmer in den Berufsbildungs- und Prüfungsausschüssen aktiv, um den PKA-Beruf den sich wandelnden Anforderungen anzupassen. Hier ein Überblick über diese interessante Möglichkeit, sich in den Standesorganisationen zu engagieren:
Treffen von ADEXA-Aktiven in Berufsbildungs- und Prüfungsausschüssen: hinten von links: Eva-Maria Plank (Bayern), Ingrid Kirk (Niedersachsen), Marion Punte (Nds.), Elke Bruns (Nds.), Elfriede Hoffmann (Baden-Württemberg) und Gabriele von Zerssen (Hessen); vorne von links: Ulla Odendahl (Bremen), ­Anne Schenkel (Hessen).
Foto: Adexa

Ziel der Berufsbildungs- und Prüfungsausschüsse (BBA bzw. PA) ist es, die duale PKA-Ausbildung und die Prüfungsmodalitäten so zu gestalten, dass die Apothekenteams von den Kompetenzen der PKA optimal profitieren und die Berufsgruppe gute Chancen am Arbeitsmarkt hat.

Die Ausschüsse sind drittelparitätisch besetzt. Zwei Beispiele:

Im Berufsbildungsausschuss der Kammer Niedersachsen sind sechs Beauftragte der Arbeitgeberseite, sechs Beauftragte der Arbeitnehmerseite und sechs Lehrkräfte der berufsbildenden Schulen vertreten – alle jeweils mit Stellvertretern. Berufen werden die Mitglieder vom niedersächsischen Kultusministerium.

Der Prüfungsausschuss Osnabrück-Nordhorn besteht aus zwei Arbeitgebervertretern, zwei Arbeitnehmervertretern sowie zwei Lehrkräften und wird durch die Apothekerkammer Niedersachsen berufen.

Voraussetzungen

In den meisten Kammern können Vertreter aller Apothekenberufsgruppen in den Ausschüssen mitarbeiten. Gute Voraussetzungen sind natürlich Fachkenntnisse über den Beruf der PKA – bei Approbierten zum Beispiel durch die Arbeit in einer Ausbildungsapotheke oder bei PTA durch eine vorausgegangene PKA-Ausbildung – sowie die Motivation, zur Verbesserung von Ausbildung und Prüfungen beitragen zu wollen.

Der Berufsbildungsausschuss der Kammer Niedersachsen trifft sich normalerweise einmal im Jahr. Mitarbeiter werden für die Tätigkeit im BBA bzw. PA von ihrem Arbeitgeber freigestellt. Für die Teilnahme an Sitzungen bzw. Prüfungen gibt es eine Fahrtkostenerstattung sowie eine Aufwandsentschädigung, deren Höhe in den einzelnen Bundesländern allerdings variiert.

Themen in den BBA

Ein wichtiges Thema ist der Stand der Novellierung der PKA-Ausbildungsordnung sowie das Fortbildungszertifikat für PKA. Außerdem geht es um den Berufsschulunterricht und die Berichtshefte, die Bedingungen zur Verkürzung der Ausbildungszeit, die Zwischen- und Abschlussprüfung und last but not least die Ausbildungs- und Personalsituation in den Apotheken.

Daneben stehen auch Kontakte zu den Arbeitsagenturen auf der Tagesordnung sowie Maßnahmen, um den PKA-Beruf bekannter zu machen.

Themen in den PA

Im Prüfungsausschuss werden die Fragestellungen der Prüfungsarbeiten in den drei schriftlich abzulegenden Fächern und die Lösungserwartungen diskutiert. Dabei wird auch auf Aktualität aus der Apothekenpraxis geachtet. Zu den Aufgaben von PA-Mitgliedern kann u. a. die Zweitkorrektur der schriftlichen Arbeiten und die anschließende Notenabstimmung mit den entsprechenden Fachlehrerinnen gehören.

Unterstützung durch ADEXA

Einmal jährlich treffen sich ADEXA-Aktive in BBA und PA aus dem gesamten Bundesgebiet in Hamburg. Von besonderem Interesse sind dabei die Unterschiede in den einzelnen Kammerbezirken. Die Teilnehmerinnen tauschen sich über aktuelle Themen und Probleme aus und entwickeln gemeinsame Forderungen und Strategien.

Unterstützt werden sie dabei sowie auch rund ums Jahr vom ADEXA-Referat Schulen & Unis. Minou Hansen kümmert sich um die Besetzung der Ausschüsse mit ADEXA-Mitgliedern. Interessenten können sich bei ihr melden unter Tel./Fax (0 40) 80 03 08 85, schulenunis@adexa-online.de.


Ingrid Kirk (BBA Nds. und PA Osnabrück-Nordhorn)

Dr. Sigrid Joachimsthaler

Online-Fragebogen


Den Fragebogen zu unserer zertifizierten Fortbildungsserie "Organisationen der Berufspolitik" (siehe DAZ 22 bis 25) finden Sie bis zum 22. August 2010 auf DAZ-online "Lernen + Punkten".

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