DAZ aktuell

Vertrauensbildende Maßnahme

HAMBURG (tmb). In einer am 3. Mai verbreiteten Presseerklärung betont die Deutsche Gesellschaft für Onkologische Pharmazie (DGOP) die Bemühungen der Apotheken um die Qualität patientenindividueller Zytostatikazubereitungen. Damit positioniert sich die Gesellschaft in der anhaltenden Diskussion über die Verwendung nicht zugelassener ausländischer Ausgangsware bei der Verarbeitung in Apotheken.

Auf ihrer Internetseite bietet die DGOP im Mitgliederbereich einen vorgefertigten Brief an. Mit diesem Brief können die Mitgliedsapotheken ihre Patienten über ihre Arbeitsweise informieren, um für Vertrauen zu werben. Als Handlungsmaxime für die Apotheke wird dort formuliert: "Wir setzen selbstverständlich ausschließlich Ausgangsstoffe ein, die in Deutschland zugelassen sind und die voll umfänglich der Überwachung durch die deutschen Behörden unterliegen. Diese beziehen wir direkt vom Hersteller bzw. Großhandel in Deutschland." Außerdem heißt es in dem vorgefertigten Schreiben: "Werden aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen Importarzneimittel eingesetzt, so handelt es sich ausschließlich um in Deutschland zugelassene Präparate, die von namhaften, offiziell zugelassenen und der deutschen Überwachung unterliegenden Importeuren bezogen wurden."

Auch in der Presseerklärung weist die DGOP darauf hin, dass die Apotheken eine Erklärung herausgeben können, die über die Handlungsweisen der jeweiligen Apotheke Auskunft gibt. Die Presseerklärung finden Sie im untenstehenden Kasten.


DGOP-Presseerklärung: Qualität patientenindividueller Zytostatika-Lösungen


Die Betreuung onkologischer Patienten durch Apotheken umfasst sowohl die Versorgung mit Arzneimitteln, in Form von Infusionen oder Tabletten, als auch die Beratung hinsichtlich deren Neben- und Wechselwirkungen. Die Deutsche Gesellschaft für Onkologische Pharmazie (DGOP) hat sich zum Ziel gesetzt, Krebspatienten bestmöglich zu betreuen und zu unterstützen. Um die Beschäftigten in den Apotheken hierfür besonders zu befähigen, führt sie Schulungen und Fortbildungen zur Herstellung von Krebsarzneimitteln und zur pharmazeutischen Beratung onkologischer Patienten durch. In Deutschland stellen derzeit ca. 400 öffentliche Apotheken und 320 Krankenhausapotheken Zytostatika als applikationsfertige Lösungen her. In der DGOP sind über 700 Mitglieder aus Bereichen der Kliniken, öffentlichen Apotheken, pharmazeutischen Betrieben und Universitäten organisiert und repräsentieren auch die Beschäftigten von 317 öffentlichen und 182 Krankenhausapotheken.

Der Vorstand der DGOP geht davon aus, dass die Umsetzung der seit 1996 geltenden Qualitätsstandards für den pharmazeutisch-onkologischen Service (QuapoS), die von der DGOP entwickelt wurden und nicht nur in Deutschland den Parlamentariern persönlich zur Kenntnis gebracht wurden, sondern auch in der EU in der jeweiligen Mitgliedslandessprache vorliegen, in den durch die DGOP repräsentierten Apotheken zum vorbildlichen Umgang mit Zytostatika beitragen. Um dies auch gegenüber den Patienten und Partnern des Onkologischen Teams wie Ärzten und Pflegepersonen deutlich zu machen, können die Mitglieder in den jeweiligen Apotheken eine einheitliche Erklärung herausgeben, die über die Handlungsweisen in der jeweiligen Apotheke Auskunft gibt. Nutzen Sie die Möglichkeit, sich nicht nur über die Bedingungen der Herstellung, sondern auch über die umfassende Beratungstätigkeit Ihrer Apotheke ausführlich zu informieren.

Die DGOP ist ein als gemeinnützig anerkannter Verein, deren rund 600 Mitglieder überwiegend als Pharmazeuten im Bereich der Onkologie tätig sind. Die DGOP ist eng mit nationalen und internationalen Fachleuten und Fachorganisationen wie z. B. der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) und der European Cancer Organisation (ECCO) verzahnt. Sie gibt die Qualitätsstandards für den pharmazeutisch-onkologischen Service (QuapoS) heraus. Auf dem Gebiet der onkologisch-pharmazeutischen Versorgung kann die DGOP als die führende Fort- und Weiterbildungsorganisation im deutschsprachigen Raum bezeichnet werden.

Weitergehende Informationen finden Sie unter www.dgop.org

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