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Umsätze um 5,5 Prozent gestiegen

BERLIN (ks). Nach Daten von Insight Health ist der Umsatz auf dem deutschen Apothekenmarkt in ersten Quartal 2010 gegenüber dem Vergleichszeitraum des letzten Jahres um 330 Mio. Euro bzw. 5,5 Prozent auf knapp 6,3 Mrd. Euro zu Abgabepreisen der pharmazeutischen Unternehmer (ApU) gestiegen. Deutlich rückläufig entwickelt sich allerdings der Apothekenumsatz mit nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln.

Der Informationsdienstleister Insight Health weist darauf hin, dass das Umsatzwachstum auf einem vergleichsweise schwachen ersten Quartal 2009 aufsetzt. Seinerzeit lag der deutsche Apothekenmarkt gegenüber dem ersten Quartal 2008 mit einem Umsatzplus von 1,8 Prozent nur unwesentlich über dem Vorjahresniveau. Das jetzt zu verzeichnende Wachstum ist insbesondere den verschreibungspflichtigen Arzneimitteln zuzuschreiben. Hier war im ersten Quartal ein Anstieg um 8,1 Prozent auf gut 5,1 Mrd. Euro zu ApU zu beobachten. Damit erhöhte sich der Anteil der verschreibungspflichtigen Arzneimittel am Gesamtumsatz auf nahezu 82 Prozent. Weiterhin rückläufig ist dagegen die Entwicklung bei den apothekenpflichtigen Arzneimitteln. Ihr Umsatz sank in den ersten drei Monaten um 7,7 Prozent auf gut 750 Mio. Euro zu ApU.

Unter den verschreibungspflichtigen Arzneimitteln sind es wiederum die patentgeschützten Arzneimittel, die sich sehr dynamisch entwickeln. Ihr Umsatz stieg im ersten Quartal verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um knapp 18 Prozent auf 2,2 Mrd. Euro zu ApU. Zudem haben die reimportierten Arzneimittel in den ersten drei Monaten dieses Jahres mit einem Umsatzzuwachs von 26 Prozent deutlich über dem Markt zugelegt. Mit mehr als 710 Mio. Euro zu ApU stehen sie inzwischen für fast 14 Prozent des Umsatzes bei den verschreibungspflichtigen Präparaten. Dabei konzentrieren sich die Reimporteure überwiegend auf die höherpreisigen patentgeschützten Arzneimittel.

Ein Blick in die verschiedenen Indikationsgruppen zeigt, dass ein Großteil des Umsatzwachstums auf Mittel zur Behandlung von Krebserkrankungen (+22,4 Prozent oder 177 Mio. Euro zu ApU) und zur Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems (+9,2 Prozent oder 92 Mio. Euro zu ApU) entfällt.

Im Gegensatz zum Umsatz ist die Menge der abgegebenen Packungen zurückgegangen: Es wurden mit rund 402 Millionen Packungen 7,7 Prozent weniger abgegeben. Dieser Rückgang sei zu einem großen Teil auf einen Anstieg des Anteils der Großpackungen (N3: +5,5 Prozent) zurückzuführen.

Insight Health ermittelt seine Daten sowohl auf Basis der Großhandelseinkäufe der öffentlichen Apotheken als auch der direkt vom Hersteller in die Apotheken gelieferten Präparate. Die Auswirkungen der Rabattverträge ist bei den vorgestellten Zahlen unberücksichtigt.

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