Gesundheitspolitik

Barmer GEK lässt sich Zeit

Ausschreibung der Rabattverträge verschiebt sich

Berlin (ks). Die Barmer GEK hat bei ihrer geplanten Wirkstoffausschreibung einen Gang zurückgeschaltet. Bevor die Rabattverträge offiziell ausgeschrieben werden, will sich die Kasse mit der Politik abstimmen. Von einem "Stopp" der Verträge könne aber nicht die Rede sein, sagte ein Sprecher gegenüber der AZ. Die Vorbereitungen zur Ausschreibung liefen parallel zu politischen Abstimmung weiter.

Anfang des Jahres kündigten die Kassen-Chefs der frisch fusionierten Großkasse noch die baldige Ausschreibung von rund 340 Wirkstoffen an. Nun hat man es offenbar nicht mehr ganz so eilig. Rolf-Ulrich Schlenker, Vorstandsvize der Barmer GEK, erklärte vergangene Woche auf einer Handelsblatt-Konferenz in Wiesbaden, dass die Koalition eine Überprüfung der bestehenden Rabattvertragspraxis angekündigt habe und daher eine Abstimmung mit der Politik sinnvoll erscheine, bevor die Ausschreibung formal starte.

"Grundsätzlich sollte eine Ausschreibung in einem verlässlichen gesetzlich-politischen Rahmen erfolgen", sagte der Sprecher der Barmer GEK. Derzeit gehe man davon aus, noch im Februar ein klares Signal aus dem Bundesgesundheitsministerium für die geplante Ausschreibung zu erhalten. In den darauffolgenden Wochen könne man dann voraussichtlich mit der formalen Ausschreibung starten.

Ganz ohne Rabattverträge steht die Kasse auch jetzt nicht da. Seit Anfang Januar – also seit der Fusion – gelten die Sortimentsverträge, die beide Kassen zuvor für sich abgeschlossen hatten, für alle Versicherten.

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