Gesundheitspolitik

BMBF fördert Forschung zu Volkskrankheiten

Sechs Gesundheitszentren sollen Forschung bündeln

Berlin (ks). Das Bundeskabinett hat am 8. Dezember beschlossen, in den nächsten vier Jahren mehr als 5,5 Mrd. Euro für die Gesundheitsforschung einzusetzen. Dabei sollen Volkskrankheiten und ihre Bekämpfung im Zentrum des neuen Rahmenprogramms Gesundheitsforschung stehen.

Zur Erforschung von Volkskrankheiten werden sechs Deutsche Zentren der Gesundheitsforschung gegründet. In diesen soll die universitäre und außeruniversitäre Forschung zu einigen besonders bedeutsamen Krankheiten gebündelt werden. Die Zentren werden in den kommenden vier Jahren mit insgesamt 500 Mio. Euro gefördert. Zusätzlich fließen 1,5 Mrd. Euro in die Projektförderung dieser Einrichtungen. Neben der Erforschung der Volkskrankheiten sieht das Programm fünf weitere Aktionsfelder vor. Dabei geht es um die Individualisierung der Medizin, die Präventions- und Ernährungsforschung, die Versorgungsforschung, die Gesundheitswirtschaft und die verstärkte Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern bei der Erforschung dort besonders häufiger Krankheiten, die oft ihre Ursachen in der Armut haben. "Je mehr wir an medizinischen Themen forschen, desto besser können wir nicht nur Krankheiten behandeln, sondern sie gleichzeitig verhindern. Das entlastet auch unser Gesundheitssystem", erklärte hierzu Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU).

Die forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) begrüßten die Initiative. Gerade die forschenden Unternehmen hätten großes Interesse am weiteren Ausbau der Gesundheitsforschung in Deutschland, "da eine exzellente Forschung die Tür für Kooperationen zwischen Wissenschaft und Industrie öffnet", sagte vfa-Geschäftsführerin Cornelia Yzer. Erfreulich sei, dass auch die Versorgungsforschung einbezogen sei.

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