Gesundheitspolitik

Einmal drohende Insolvenz und einmal Erfolg

Unterschiedliche Entwicklungen bei ausstehenden Herstellerabschlägen

BREMEN (tmb). Im Zusammenhang mit Problemen der Rechenzentren beim Eintreiben von Herstellerabschlägen ergibt sich eine neue Entwicklung. Von drei Herstellern mit ausstehenden Herstellerabschlägen steht einer offenbar vor der Insolvenz, ein anderer hat dagegen inzwischen bezahlt.

Kürzlich hatten das Norddeutsche Rechenzentrum (NARZ) und die mit ihm verbundene AVN angekündigt, das Inkasso des Herstellerrabattes bei drei Herstellern nicht mehr durchzuführen und stattdessen die Apotheke direkt zu belasten (siehe AZ 38). Denn diese sind die eigentlichen Inhaber der Forderungen. Mittlerweile informierte der Hamburger Apothekerverein seine Mitglieder in einem Rundschreiben, dass einer der betroffenen Hersteller – die DeltaSelect GmbH – beim Amtsgericht München einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt habe. Nun müsse ein Gutachter innerhalb von sechs Wochen prüfen, ob ausreichend Masse zur Durchführung eines Insolvenzverfahrens vorhanden ist. Falls der Antrag abgelehnt werden sollte, würden die Forderungen der Gläubiger wahrscheinlich verfallen.

Zugleich gab es gute Neuigkeiten von der Ran Novesia AG in Neuss. Das Unternehmen habe einen großen Teil der ausstehenden Forderungen bezahlt. NARZ und AVN würden daraufhin die vorgenommenen Belastungen der Apotheken in der September-Abrechnung wieder gutschreiben, heißt es in dem Rundschreiben.

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