Gesundheitspolitik

ARZ Haan auf Erfolgskurs

Gesundheitspolitische Entscheidungen erschweren mittelfristige Planungen

DÜSSELDORF (ks). Das Dienstleistungsunternehmen ARZ Haan AG blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2009 zurück. Dies gelte für alle zum Unternehmen gehörenden Gesellschaften, erklärte der Vorstand der ARZ Haan AG, Siegfried Pahl, im Rahmen der Hauptversammlung des Unternehmens am 17. Juli in Düsseldorf. Dazu zählen etwa das Apothekenrechenzentrum und der Marktführer in der Apothekensoftware, die Lauer-Fischer GmbH, die in diesem Jahr ihr 60-jähriges Jubiläum feierte.

Pahl kündigte an, das Unternehmen werde den "Weg der Diversifikation" weitergehen. Dabei geht es insbesondere um die Erschließung neuer Kundenkreise neben der Apothekerschaft. So wurden etwa Hausärzte mit der Gründung der HÄVG Rechenzentrum AG ins Boot geholt. Pahl betonte allerdings auch, dass die aktuellen gesundheitspolitischen Veränderungen und Entscheidungen derzeit mittelfristige Planungen und Investitionen erheblich erschwerten.

Die Umsatzerlöse im Konzern entwickelten sich 2009 positiv und betrugen 82,7 Mio. Euro, 2008 lagen sie bei 80,5 Mio. Euro. 46,6 Mio. Euro davon entfielen auf die Warenwirtschaft, 15 Mio. Euro auf die Rezeptabrechnung, 16,5 Mio. Euro auf sonstige Leistungserbringer, 0,3 Mio. Euro auf Krankenhaus-Informations-Systeme und 4,3 Mio. Euro auf sonstige Dienstleistungen. Der Bilanzgewinn lag bei 11,58 Mio. Euro.

75,4 Millionen Rezepte abgerechnet

Nach Angaben des Unternehmens hat das Apothekenrechenzentrum, die ARZ Service GmbH im letzten Jahr 75,4 Millionen Rezepte abgerechnet. Hier sei ein im Vergleich zu den Vorjahren stärkerer Anstieg zu verzeichnen. Der durchschnittliche Rezeptwert entwickelte sich weiter nach oben auf aktuell 69,69 Euro. Die ARZ Service GmbH hatte 2008 überdies gemeinsam mit der Hausärztlichen Vertragsgemeinschaft e. G. die HÄVG Rechenzentrum AG gegründet, deren Aufgabenschwerpunkt in der Bearbeitung der Verträge zur hausarztzentrierten Versorgung liegt. Diese Zusammenarbeit sei 2009 erfolgreich weitergeführt worden, hieß es seitens des Konzerns. 2009 hatte der Hausärzteverband regionale Verträge mit der AOK Bayern und der AOK Baden-Württemberg abgeschlossen, im April 2010 folgte die Techniker Krankenkasse – weitere Hausarztverträge stehen angesichts der Pläne für die nächste Gesundheitsreform allerdings auf der Kippe.

Zum Konzern gehört zudem die RZH Rechenzentrum für Heilberufe GmbH. Diese übernimmt für mehr als 30 unterschiedliche Berufsgruppen aus dem Pflege-, Hilfsmittel- und Heilmittelmarkt sowie den Rettungs- und Krankentransportdiensten Abrechnungs- und Finanzierungsdienstleistungen. Hier gab es 2009 vor allem in den Bereichen Medizintechnik und Physiotherapie hohe Zuwächse. Die ebenfalls zum Unternehmen gehörende CoM.MeD GmbH erschließt sich mit dem Produkt CareStation weiter den Markt für Krankenhaus-Informations-Systeme. 2009 entschieden sich dem Konzern zufolge drei Kliniken für dieses Management-System. Außerdem wurden Kooperationen mit T-Systems in Deutschland und x-tention für das Vertriebsgebiet Österreich eingegangen.

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