Prisma

Wenig Salz, entspannte Blutgefäße

Australische Forscher haben festgestellt, dass eine salzarme Kost die Fähigkeit der Blutgefäße verbessert, auf Veränderungen im Blutfluss zu reagieren. Dies lasse vermuten, dass eine Reduktion der Kochsalzzufuhr kardioprotektive Effekte habe, die über jene einer Blutdrucksenkung hinausgehen, schlussfolgern sie.
Foto: Klosterfrau

Ein Team um Kacie Dickinson führte eine Studie mit 29 leicht bis stark übergewichtigen Männern und Frauen durch, die normale Blutdruckwerte hatten. Alle Probanden erhielten zwei Wochen lang eine Kost, die rund 9 g Salz täglich enthielt, sowie zwei Wochen lang eine salzarme Ernährung (ca. 3 g Salz/d). Am Ende der beiden Studienabschnitte wurde jeweils die Fähigkeit der Armarterien gemessen, sich als Reaktion auf einen plötzlich steigenden Blutfluss hin zu entspannen und zu weiten. Ergebnis: Nach der salzarmen Ernährung lag die Weitung im Schnitt bei 4,9 Prozent, nach der salzreichen Kost nur bei 3,8 Prozent. Ob Kochsalz den Blutdruck erhöht oder nicht, ist laut den Studienautoren somit nicht das einzige Kriterium, das bezüglich einer Kardioprotektion berücksichtigt werden sollte. ral


Quelle: Dickinson, K. M. et al.: Am. J. Clin. Nutr. 2009; 89 (2): 485-490

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