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Psoriasis – eine komplexe genetische Erkrankung

Bei der Psoriasis handelt es sich um eine komplexe genetische Erkrankung. Das haben drei genomweite Assoziationsstudien nun gezeigt. Derzeit sind zehn Genveränderungen bekannt, die bei der Psoriasis eine Rolle spielen.

Dass die Psoriasis eine ausgeprägte genetische Komponente besitzt, ist schon länger bekannt. Das Risiko eines Kindes, eine Schuppenflechte zu entwickeln, beträgt 50 Prozent, wenn beide Eltern daran leiden. Welche Gene für die Hautveränderungen verantwortlich sind, entzieht sich jedoch noch weitgehend unserem Wissen. Das erste "Psoriasis-Gen" wurde 2006 entdeckt. Mittlerweile sind neun weitere Gene bekannt, die eine Rolle bei Psoriasis spielen. Wie aus den aktuellen Studien dazu hervorgeht, führen sie sowohl zu Störungen in der Immunantwort als auch zu Defekten in der Hautbarriere. Die Aufklärung der verantwortlichen Gene könnte Ansätze für neue Therapien eröffnen. Noch sind allerdings viele Fragen offen und wohl auch noch längst nicht alle beteiligten Gene bekannt. ral


Quellen: Nature Genetics, DOI: 10.1038/ng.310; 10.1038/ng.311 und 10.1038/ng.313

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