Prisma

Autismus zeigt sich in den Augen

Wissenschaftler der Universität Missouri sehen im Pupillen-Lichtreflex-Test eine Möglichkeit, eine autistische Erkrankung bei Kindern frühzeitig zu erkennen.
Foto: Universität Missouri

Eine Erkrankung des autistischen Formenkreises betrifft heute etwa eines von 50 Kindern. Trotz dieser hohen Fallzahl ist Autismus bislang relativ schlecht verstanden und es gibt keine objektiven Testmethoden zur Diagnose. Auf der Suche nach einer solchen Diagnosemöglichkeit sind Wissenschaftler um Gang Yao nun auf die Pupillenreaktion gestoßen. In einer Studie setzten sie kurze Lichtimpulse ein, um den Pupillenreflex unter dunklen und hellen Bedingungen zu testen (PLR-Test, Pupillen-Lichtreflex-Test). Dabei stellten sie fest, dass die Pupillen von Kindern mit Autismus signifikant langsamer reagierten als die gesunder Kinder. Laut Yao konnte ein Autismus mithilfe des Tests mit einer 92,5-prozentigen Sicherheit diagnostiziert werden. Für einen Routineeinsatz des Tests ist es noch zu früh. Sollten sich die Ergebnisse der Studie jedoch in größer angelegten Untersuchungen bestätigen, kann sich Yao vorstellen, dass der Pupillen-Lichtreflex zu einem Biomarker für Autismus wird. ral

Quelle: Pressemitteilung der Universität Missouri vom 11. 11. 2009

Das könnte Sie auch interessieren

Wie Autismus sich auf soziale Interaktionen, die Kommunikation und das Verhalten auswirkt

Ein anderer Blick auf die Welt

NeuraxBiotic Spectrum® – Probiotikum mit aktiven Lactobacillus plantarum PS128

Darm und Hirn hängen zusammen

Erhöhen Antidepressiva während der Schwangerschaft das Risiko für das Kind?

Autismus gibt weiterhin Rätsel auf

0 Kommentare

Das Kommentieren ist aktuell nicht möglich.