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Tag der Offizinpharmazie in Jena

Traditionell schließt sich an die DPhG-Jahrestagung der Tag der Offizin-Pharmazie an. Das Thema des Nachmittages am 1. Oktober in Jena lautet: Selbstmedikation interdisziplinär betrachtet: Beratung von Patienten mit Mehrfach-Beschwerden aus Sicht von Apotheker und Arzt. Mit Unterstützung der Firma Schwabe ist es gelungen, ein interaktives Programm aufzustellen, das sich mit dem Umgang mit multimorbiden Patienten in der Apotheke beschäftigt.

Programm

16.00 – 16.15 Uhr: Einführung, Prof. Dr. Susanne Alban, Kiel

16.15 – 16.30 Uhr: Fall-Vorstellung, Apothekerin Dr. Birgit Merk, München; PD Dr. med. Arno Schmidt-Trucksäss, München

16.30 – 17.00 Uhr: Produkte der Selbstmedikation incl. Phytopharmaka, Prof. Dr. Hartmut Morck, Eschborn

17.00 – 17.30 Uhr: Qualitätsaspekte bei der Selbstmedikation, Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz, Frankfurt

17.30 – 18.15 Uhr: Pause (Grill)

18.15 – 18.45 Uhr: Anforderungen an die Beratung in der Offizin, Dr. Jörg Wittig, Schleiz

18.45 – 20.15 Uhr: Fall-Diskussion am praktischen Beispiel, Tagungsteilnehmer und Referenten

Die spezielle Situation meist alter Patienten mit vielen Erkrankungen wird einführend durch eine Apothekerin und einen Arzt aus München anhand von Fallbeispielen illustriert. Die, zum Teil als Rollenspiel der beiden auch schauspielerisch begabten Akteure, vorgeführten Situationen, gestalten den Einstieg in das Thema sehr lebendig.

Professor Morck wird dann gemeinsam mit den Teilnehmern einen Blick auf das Angebot an Selbstmedikationspräparaten werfen. Dies wird sicher wie gewohnt ein kritischer Blick sein, aber eben auch auf fundiertem und exzellentem Wissen basieren.

Der Präsident der DPhG und Leiter des Zentrallabors, Professor Schubert-Zsilavecz wird anschließend aus Sicht des Qualitätsexperten die Selbstmedikation auf den Prüfstand stellen. Was kann die Apotheke leisten, um ihrer Schnittstellenfunktion zwischen ärztlicher und patienteneigener Therapie gerecht zu werden? Die Verantwortung ist an dieser Stelle sicher wesentlich höher, als dies der Öffentlichkeit bewusst ist.

Eine gute Beratung beim Arzneimittelkauf könnte der Schlüssel sein, um das Bewusstsein für die besondere Ware Arzneimittel in der Bevölkerung zu steigern. Dr. Wittig beschreibt diesen entscheidenden Teil der Selbstmedikation aus Sicht des praktisch tätigen Offizin-Apothekers. Allerdings erstreckt sich sein Teil nicht nur auf die einfachen und allbekannten Regeln zur Beratung, sondern hat wie der gesamte Nachmittag, den alten, von vielen Erkrankungen geplagten Patienten besonders im Auge.

Abgerundet wird der Fortbildungsnachmittag durch die Darstellung und Diskussion von wirklich erlebbaren Fallbeispielen. Während oft nur virtuelle Situationen besprochen werden, ist für diesen Tag etwas Spezielles geplant. Etwas was ein deutliches Mehr verspricht. Sie dürfen gespannt sein.

Der Nachmittag der Offizin-Pharmazie findet von 16.00 bis 20.15 Uhr im Großen Hörsaal der Zoologie in der Erbertstr. 3 im Herzen von Jena statt. Die Anmeldung zum Tag der Offizin Pharmazie erfolgt über den Fortbildungskalender der Internetseite der LAKT oder formlos per Fax (03 61) 2 44 08 69. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Die Teilnehmer erhalten für ihre Teilnahme 5 Fortbildungspunkte für das freiwillige Fortbildungszertifikat.

In der Woche vor der Veranstaltung erhalten alle angemeldeten Teilnehmer per E-Mail eine Wegbeschreibung zum Hörsaal.

Wir möchten es an dieser Stelle nicht versäumen, Herrn Professor Winckler für die erhebliche Unterstützung bei der Vorbereitung und Planung dieser Fortbildung zu danken, die ohne ihn in dieser Art sicher nicht zustande gekommen wäre.

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