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BKKen bessern bei zwölf Wirkstoffen nach

BERLIN (ks). Die spectrum|K GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen der Betriebskrankenkassen, hat im Auftrag von insgesamt 79 BKKen und dem Spitzenverband der landwirtschaftlichen Sozialversicherung erneut Arzneimittel-Rabattverträge ausgeschrieben. Die am 12. September veröffentlichte Ausschreibung umfasst insgesamt zwölf Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen, aufgeteilt auf 14 Fachlose. Dabei handelt es sich um Änderungen an der bereits Ende Juli erfolgten Ausschreibung.

Spectrum| K hatte bereits im Juli 2009 Rabattverträge über insgesamt 52 Wirkstoffe, aufgeteilt in 79 Fachlose, ausgeschrieben – für diese Ausschreibung ist die Angebotsfrist nunmehr abgelaufen. Wie das Unternehmen am 14. September mitteilte, sind die jetzt vorgenommenen Änderungen bei zwölf Wirkstoffen eine Reaktion auf die jüngsten Entwicklungen in der vergaberechtlichen Rechtsprechung sowie auf Hinweise der beteiligten Wirtschaftskreise. Die Änderungen betreffen Fachlose, die zuvor aus der vorigen Ausschreibung gestrichen wurden, unter anderem Omeprazol und Metoprolol Retard-Tabletten.

Interessierte pharmazeutische Hersteller haben nun bis zum 22. Oktober Gelegenheit, ihre Angebote auf die 14 neuen Fachlose abzugeben. Die Zuschlagserteilung erfolgt pro Fachlos. Pro Fachlos wird eine Rabattvereinbarung mit maximal vier pharmazeutischen Unternehmern (Bieter oder Bietergemeinschaft) geschlossen. Das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen hatte erst kürzlich im Fall der DAK-Ausschreibung entschieden, dass es vergaberechtlich zulässig sei, auch mehreren Herstellern pro Los einen Zuschlag zu erteilen. Damit ist der Weg der AOK, die pro Gebiets- und Fachlos immer nur einen Bieter zum Zug kommen lässt, nicht der einzig gangbare.

Bei spectrum|K hieß es, man werde die Apotheken in ihrer Verantwortung für die Auswahl des für den jeweiligen Patienten richtigen Arzneimittels unterstützen. Dazu werde ihnen eine Rangliste der Wirtschaftlichkeit innerhalb der vier Vertragspartner je Fachlos mitgeteilt. Für die rund 7,3 Millionen Versicherten der ausschreibenden Kassen sollen alle Rabatt-Arzneimittel zuzahlungsfrei erhältlich sein.

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