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Selbstbewusstsein gezielter stärken

Wer versucht, ein geringes Selbstvertrauen über allgemein formulierte Sätze des "positiven Denkens" aufzupolieren, fühlt sich damit möglicherweise nicht unbedingt gestärkt. Amerikanische Psychologen meinen, dass unsichere Menschen eher davon profitieren, wenn sie statt mit universalen Techniken konkret ihre persönlichen positiven Eigenschaften betonen.

Die Fähigkeit sich selbst zu lieben, ist wesentlicher Bestandteil eines guten Selbstbewusstseins. Wer damit im Zweifel steht, greift mitunter zu autosuggestiven Techniken, die über allgemein formulierte Aussagen positives Denken fordern. Wissenschaftler fanden heraus, dass Sätze wie "Ich bin ein guter Mensch" den Zweiflern nicht in jedem Fall ihr Selbstvertrauen zurückgeben. Sie fühlen sich im Gegenteil sogar teilweise schlechter als ohne Autosuggestion. In einem Test wurden Probanden mit großem und weniger großem Selbstbewusstsein gebeten, ihre Gedanken und Gefühle aufzuschreiben und ihr Interesse an verschiedenen Aktivitäten zu bekunden. Einige der Teilnehmer hörten alle 15 Sekunden ein Signal, woraufhin sie sich den Satz "Ich bin eine liebenswerte Person" vorsagen sollten. Bei den Probanden mit geringerem Selbstwertgefühl verschlechterte sich daraufhin die Stimmung und auch die Bereitschaft zu Aktivitäten. Die Gruppe der Selbstbewussten profitierte etwas, aber nicht signifikant von dem zu wiederholenden Satz. Die Wissenschaftler vermuten, dass vor allem unsichere Menschen dazu neigen, an ihrem einmal geschaffenen negativen Selbstbild festzuhalten. Außerdem fallen ihnen häufiger persönliche Beispiele ein, wonach sie diesen allgemein formulierten Aussagen nicht entsprechen. Konstruktiver sei es, so die Forscher, ganz spezielle Vorzüge der jeweiligen Person in die Autosuggestion einzubeziehen. Sätze, wie "Ich kann besonders schöne Geschenke auswählen", könnten dabei mehr bewirken. war

Quelle: Wood, J. et al.: Psychol. Sci., Online-Vorabpublikation, DOI: 10.1111/j.1467-9280.2009. 02370.x

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