Prisma

Von weiblichen und männlichen Bäuchen

Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München haben Hinweise darauf gefunden, dass sich weibliches und männliches Bauchfett genetisch unterscheidet. Langfristig hoffen sie, dass ihre Erkenntnisse zu neuen Therapieansätzen für Krankheiten führen, bei denen eine Stammfettsucht eine Rolle spielt.

Ein entscheidender Risikofaktor für chronische Erkrankungen ist neben einem zu hohen BMI insbesondere eine erhöhte Fettsammlung am Bauch. Bei einem Taillen-Hüft-Verhältnis von über 1 spricht man umgangssprachlich von einem "Apfeltyp" der Bauchform. Dabei gibt es deutliche Unterschiede zwischen typisch männlichen und typisch weiblichen Bauchformen. Die genauen Gründe dafür sind bislang nicht vollständig entschlüsselt. Forscher um Prof. Dr. Iris Heid haben nun drei Genorte für die zentrale Adipositas gefunden. "Einer der Geneffekte tritt nur bei Frauen auf", erläutert Heid. Damit habe man erstmals einen genetischen Hinweis auf den Unterschied im Verhältnis zwischen Taille und Hüftumfang zwischen Männern und Frauen gefunden. Er biete einen vielversprechenden Ansatz für die Aufklärung möglicher geschlechtsspezifischer Ursachen bei der Entstehung von Adipositas und chronischer Folgekrankheiten. ral

Quelle: Lindgren, C.M. et al. PLoS Genet. 2009; 5(6): e1000508

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