Prisma

Urintest zeigt bevorstehende Venenthrombosen an

Jedes Jahr werden in Deutschland mehr als 50.000 Menschen wegen Venenthrombosen im Krankenhaus behandelt. Hinweise auf ein erhöhtes Risiko hierfür könnte künftig ein einfacher Urintest liefern, sagen niederländische Forscher.

In einer Studie mit knapp 9000 Probanden fanden Wissenschaftler um Bakhtawar Mahmoodi, Universität Groningen, heraus, dass erhöhte Albuminwerte im Urin mit einem erhöhten Risiko für das Auftreten einer Venenthrombose einhergehen. Im Normalfall liegen die Albuminmengen, die täglich mit dem Urin ausgeschieden werden, bei 20 bis 30 mg. Werte zwischen 30 und 300 mg werden als Mikroalbuminurie bezeichnet und gelten schon seit Langem als Hinweis auf ein erhöhtes Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko. Den niederländischen Forschern zufolge trifft dies auch für Venenthrombosen zu. In ihrer über rund neun Jahre laufenden Studie, waren Personen mit Albuminwerten im Urin von mehr als 30 mg/d deutlich häufiger von einer Venenthrombose betroffen als Personen mit niedrigeren Albuminwerten. ral

Quelle: Mahmoodi, B. et al. JAMA 2009; 301 (17): 1790-1797

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