Prisma

Salz in unserer Haut

Manche Menschen reagieren auf eine hohe Salzzufuhr mit einem Anstieg des Blutdrucks, andere nicht. Warum dies so ist, war bislang unklar. Wissenschaftler der Universität Erlangen haben nun ein wenig Licht in die Pathogenese der salzsensitiven Hypertonie gebracht. Eine Rolle spielt dabei die Haut.

Bei Ratten, denen eine salzreiche Diät verabreicht wurde, konnten die Wissenschaftler um Jens Titze zeigen, dass Salz im Interstitium der Haut eingelagert wird. Gesteuert wird der Speicherprozess von Makrophagen, genauer durch das darin enthaltene TonEBP (tonicity-responsible enhancer binding protein). TonEBP wird bei Vorhandensein größerer Salzmengen aktiviert und schaltet in der Folge den Wachstumsfaktor VEGF-C (vascular endothelial growth factor C) an, der die Gefäßbildung im lymphatischen System reguliert. Bei Mäusen mit einer verminderten Makrophagenzahl oder bei Fehlen der Bindungsstelle für VEGF-C funktionierte der beschriebene Mechanismus nicht und es bildete sich eine Hypertonie aus. Sollte sich der Befund auf den Menschen übertragen lassen, wäre dies ein Ansatz zum Verständnis und möglicherweise auch zur Therapie der salzsensitiven Hypertonie. ral

Quelle: Titze, J. et al.: Nature Med., Online-Vorabpublikation, DOI: 10.1038/nm.1960

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