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Glaxo und Pfizer kooperieren

BERLIN (ks). Die Pharmakonzerne GlaxoSmithKline (GSK) und Pfizer haben angekündigt, ihr Geschäft mit HIV-Medikamenten zu bündeln. Geplant sei ein gemeinsames Unternehmen, das sich ausschließlich auf die Erforschung, Entwicklung und Vermarktung von Medikamenten gegen das Immunschwächevirus spezialisiert, teilte GSK am 16. April mit. Das britische Unternehmen soll mit 85 Prozent die Mehrheit der Geschäftsanteile halten. Auf Pfizer kommen 15 Prozent.

Die beiden Konzerne wollen mit ihrer Kooperation Kräfte bündeln und sich zukunftsfester aufstellen. Das neue Unternehmen wird GSK zufolge mit seinem Produkt-Portfolio von elf Medikamenten einen Anteil von 19 Prozent im Markt der HIV-Arzneimittel haben. 2008 sei mit diesen Präparaten ein Umsatz von umgerechnet 1,8 Mrd. Euro erwirtschaftet worden. Diese Erlöse sollen nun für finanzielle Stabilität im neuen Unternehmen sorgen und Investitionen in die eigene Pipeline unterstützen. Mit derzeit sechs Präparaten in der Pipeline – davon vier in der klinischen Phase II – stehe man bereits an der Spitze der Pharmaindustrie.

Andrew Witty, Chief Executive Officer (CEO) von GSK betonte, dass der HI-Virus nach wie vor eine globale Bedrohung sei, der sich weiter verbreite und zunehmend Resistenzen aufweise. "Das neue Unternehmen wird besser aufgestellt sein, um diesen Herausforderungen zu begegnen und den Zugang zur Behandlung zu verbessern", so Witty. Pfizer-CEO Jeff Kindler zeigte sich ebenfalls überzeugt, dass durch die Zusammenarbeit künftig mehr Patienten erreicht werden und mehr für die weltweite Behandlung von HIV geleistet werden kann, als es den beiden Unternehmen alleine möglich wäre.

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