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Apotheker unterstützen Forderung zur Patienteninformation

BERLIN (ks). Die ABDA unterstützt den Bundesrat in seinem Bestreben, das in Europa geltende Werbeverbot für verschreibungspflichtige Arzneimittel zu verteidigen. "Die wünschenswerte Verbesserung von Patienteninformationen darf nicht deren Objektivität und Unabhängigkeit gefährden", sagte ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf am 17. März. "Verbraucherschutz muss Vorrang haben", betonte er.

Der Bundesrat hatte sich in seiner Sitzung am 6. März gegen einen Richtlinienvorschlag der Europäischen Kommission zur Patienteninformation durch die pharmazeutische Industrie ausgesprochen. Die Länder begründeten ihre Ablehnung unter anderem damit, dass die EU-Mitgliedstaaten den Zugang der Öffentlichkeit zu Informationen über verschreibungspflichtige Arzneimittel selbst regeln könnten und sollten. Das in Deutschland geltende Heilmittelwerbegesetz habe sich als "sicher und wirksam" bewährt. Anhand des Vorschlags der Kommission könne nicht rechtssicher zwischen Werbung für und Information über rezeptpflichtige Arzneimittel unterschieden werden, weil Unschärfen entstünden.

Die ABDA wies darauf hin, dass auf dem Deutschen Apothekertag 2008 in München eine "Resolution zur unabhängigen Patienteninformation" verabschiedet wurde. Überdies sei Ende September 2008 eine gemeinsame Erklärung von Apothekern, Ärzten, Kassen und Verbraucherschützern veröffentlicht worden. Auch arbeiteten die Apotheker aktiv in der Koordinierungsgruppe Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) des Bundesministeriums für Gesundheit mit.

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