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Ladival – keine Belieferung von Drogeriemarktketten

In einem Schreiben an alle deutschen Apotheken weist die Firma Stada GmbH darauf hin, dass keine Drogeriemarktketten mit Stada-Produkten wie beispielsweise Ladival beliefert werden.

Obwohl immer wieder Anfragen von Drogeriemarktketten nach einer direkten Belieferung von nicht-apothekenpflichtigen Produkten aus dem Stada-Sortiment an die Stada herangetragen werden, versichert das Unternehmen in dem Schreiben, dass solche Anliegen stets unmissverständlich abgelehnt werden, da nur Apotheken und der vollsortierte pharmazeutische Pharmagroßhandel beliefert werden.

"Ladival ist seit jeher als apotheken- exklusiver Sonnenschutz konzipiert", so heißt es in dem Brief, "ein Verkauf über Drogerie- oder Selbstbedienungsmärkte ist für Stada inakzeptabel. So soll es auch in Zukunft bleiben." Die Käufer erwarten eine kompetente und individuelle Beratung, um den passenden Sonnenschutz für ihre Haut zu bekommen. Diese Beratung könne nur in der Apotheke erfolgen, da nur hier ausgebildetes Fachpersonal zur Verfügung stehe.

Mit der Verweigerung einer Direktbelieferung will Stada klar Position für die Apotheke beziehen. "Wir bekennen uns klar zur inhabergeführten Apotheke und damit zu Ihnen – und werden dies auch in Zukunft konsequent tun. Unsere klare Positionierung zu Ihnen soll auch zeigen, dass Sie sich auch in Zukunft auf die Stada als Ihren fairen Apothekenpartner voll und ganz verlassen können. Ihre Kompetenz und Ihr Fachwissen sind unverzichtbar", heißt es in dem Schreiben weiter.

Allerdings könne man es nicht verhindern, wenn Drogeriemarktketten die Ware aus anderen Kanälen beziehen und dann in ihren Märkten verkaufen. Wenn Stada-Produkte außerhalb der Apotheke auftauchen, können die Apotheken absolut sicher sein, dass diese Ware nicht von Stada bezogen wurde. Es besteht vor dem Hintergrund des Kartellrechts aber für die Stada keinerlei rechtliche Möglichkeit, Drogeriemarktketten einen solchen Bezug aus anderen Quellen sowie den Verkauf von nicht-apothekenpflichtigen Stada-Produkten zu untersagen.

Die Apothekerinnen und Apotheker selbst könnten dagegen indirekt angehen, indem Sie mit ihrer Beratung und ihrem Service die Kunden überzeugen und an den Vertriebsweg Apotheke binden.

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