Gesundheitspolitik

Geldsorge statt Vorsorge

Bürger scheuen die Praxisgebühr

BERLIN (ral). Jeder zehnte Deutsche verzichtet auf Vorsorge- und Früherkennungs-Untersuchungen, um die zehn Euro Praxisgebühr zu sparen. Das zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK).

Von den unter 35-Jährigen gab sogar jeder Siebte an, mit Blick auf die Geldbörse von der Früherkennung abzusehen. Nur 25 Prozent der Männer gehen demnach zur jährlichen Krebs-Früherkennung. Bei den Frauen lassen sich sechs von zehn regelmäßig durchchecken. Nach den Gründen für die Zurückhaltung befragt, nannte in der Forsa-Umfrage jeder zehnte Befragte die Praxisgebühr. 41 Prozent der Befragten wussten nicht, auf welche Untersuchungen sie Anspruch haben. Und jeder dritte Mann gab an, dass er sich über Vorsorge noch keine Gedanken gemacht hat.

Gegen Gedankenlosigkeit hilft nur Aufklärung – und auch in puncto Geldsorgen könnte sie hilfreich sein. Denn die Früherkennungstermine vom Gesundheits-Check-up über die Zahnvorsorge bis zum Hautkrebs-Screening seien kostenlos, so die TK.

Für die Umfrage hat Forsa im September dieses Jahres 1001 deutschsprachige Menschen zwischen 20 und 70 Jahren interviewt.

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