Pandemrix® rasch verimpfen!

Nordrhein-Westfalen gibt ergänzende Anwendungsempfehlungen

Stuttgart (du). Die Vorbereitungen auf den Start zur Impfung gegen die Neue Grippe laufen auf Hochtouren. In Ergänzung zu der Fachinformation von Pandemrix® empfiehlt das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, die Agens-Antigen-Mischung innerhalb einer Stunde zu verimpfen. Ist das aus organisatorischen Gründen nicht möglich, muss der Verbrauch innerhalb eines Praxistages erfolgen. Die Aufbewahrungstemperatur soll 25°C nicht überschreiten. Der Impfstoff darf keinesfalls in aufgezogenen Spritzen aufbewahrt werden.

Pandemrix® wird in zwei Behältnissen geliefert: einer Antigen-haltigen Suspension (2,5 ml) und einer Adjuvans-haltigen Emulsion (2,5 ml). Suspension und Emulsion müssen vor dem Impfen gemischt werden. Den auf der EMEA-Seite (www.emea.europa.eu) veröffentlichten Zusammenfassungen der Merkmale von Pandemrix® ist zu entnehmen, dass der mit Thiomersal konservierte Impfstoff nach dem Mischen innerhalb von 24 Stunden zu verwenden ist. Die chemische und physikalische Stabilität ist für den Impfstoff für 24 h bei 25°C gezeigt worden. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen hebt mit seiner Empfehlung auf den mikrobiologischen Aspekt ab und beruft sich dabei unter anderem auf die Richtlinie für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention. Nach dieser Richtlinie sollen Arzneimittelmischungen unmittelbar nach der Zumischung verbraucht werden. Zur Vermeidung von Infektionen (Spritzenabszess) sei es erforderlich, den Impfstoff mit höchster Sorgfalt zu handhaben und die Anforderungen der Standardhygiene streng zu beachten. Der Stopfen des Mehrdosisbehältnisses müsse vor dem Durchstechen desinfiziert werden. Da die Lösung milchigtrüb sei, seien Verunreinigungen oder Trübungen durch Keimwachstum mit bloßem Auge nicht zu erkennen.

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