Neuer Ersatzkassen-Gigant

Barmer ist Wunschpartner der GEK im Fusions-Karussel

Berlin (tw). Was schon seit März immer wieder als Vermutung durch die Medien spukte, ist nun offiziell: Gmünder Ersatzkasse (GEK) und Barmer wollen mit Beginn des neuen Jahres fusionieren. Mit dann insgesamt 8,6 Millionen Versicherten wird dabei die größte deutsche Ersatzkasse entstehen. Als "Kampfansage an andere Ersatzkassen" sieht GEK-Chef Dr. Rolf-Ulrich Schlenker den Schritt aber nicht, "Größe und Marktmacht" seien vielmehr notwendig für eine stabile und verlässliche Versorgung. So könne eine kleine Kasse z. B. keine wirtschaftlich sinnvollen Rabattverträge aushandeln.

Nachdem der Verwaltungsrat der GEK lange auf die Eigenständigkeit der kleinen Kasse gepocht hatte, war schließlich klar geworden, dass diese bei einem Marktanteil von nur knapp zwei Prozent für die Erhaltung ihres Leistungsstandards nicht mehr ohne Zusatzbeiträge auskommen würde. Seit Juli wurde dann offiziell nach einem Fusionspartner gesucht und mit mehreren großen Ersatzkassen wie DAK oder TK über eine Fusion verhandelt. "Ich bin erleichtert, dass der Verwaltungsrat sich schnell und eindeutig für die Barmer entschieden hat", kommentiert Schlenker den nun gefassten Beschluss. So könne man langfristig für eine wirtschaftliche, stabile und verlässliche Versorgung der Versicherten sorgen. Zudem würden bei der Fusion keine Arbeitsplätze verloren gehen, die Zahl der in Schwäbisch Gmünd Beschäftigten solle eher zunehmen. Auch Barmer-Vorstandschef Dr. Johannes Vöcking begrüßte den Beschluss als einen Meilenstein: "Zwei starke Partner könnten ihre Kompetenzen in einem zunehmend wettbewerbsorientierten Gesundheitswesen bündeln und im Sinne ihrer Versicherten einsetzen."

Der juristische Sitz des neuen Kassen-Giganten soll auf Wunsch der Barmer Berlin sein, über den Namen wurde noch nicht entschieden. Schlenker betont aber, dass mit Sicherheit die Namen GEK und Barmer auftauchen würden.

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