Gesundheitspolitik

Banzer für die inhabergeführte Apotheke

Antrittsbesuch beim neuen hessischen Gesundheitsminister

(hav/az). Der neue hessische Gesundheitsminister Jürgen Banzer (CDU) unterstützt die Position der inhabergeführten Apotheke. Dies konnten die Vertreter des Hessischen Apothekerverbands, Dr. Peter Homann, Jürgen Schneider und HAV-Pressesprecherin Kirsten Müller-Kuhl in einem ersten Gespräch mit dem neuen hessischen Gesundheitsminister am 17. April 2009 in Wiesbaden erfahren.

Hält nichts von Internethandel und Pick ups – der neue Hessische Minister für Arbeit, Familie und Gesundheit, Jürgen Banzer, flankiert vom HAV-Vorsitzenden Dr. Peter Homann (re.) und Geschäftsführer Jürgen Schneider.

Foto: Müller-Kuhl

Die HAV-Vertreter besprachen mit Banzer die Themen, die den Apothekern unter den Nägeln brennen. Diskutiert wurden u. a. der Versandhandel mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln sowie die Pick-up-Problematik. Und natürlich wurde auch das Thema Fremdbesitz angesprochen. Trotz erst dreimonatiger Amtszeit zeigte sich der Minister bereits gut über die Sachlage informiert.

Banzer, von Haus aus Jurist, betonte, dass es in Hessen die klare Beschlusslage des Kabinetts gebe, den Versandhandel für Arzneimittel auf nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel zu reduzieren. Mit der derzeitigen Gesundheitspolitik, wie sie von Ulla Schmidt vertreten werde, könne er sich nicht identifizieren.

Die HAV-Vertreter unterstrichen, dass die 1630 Apotheken in Hessen über 11.000 Arbeitsplätze verfügen. Dies seien mehr als Pharmaindustrie und pharmazeutischer Großhandel zusammen hätten.

Banzer zeigte sich als Befürworter der unabhängigen inhabergeführten Apotheke. Vom Internetversandhandel und von Pick-ups halte er nichts. Gerade auch auf dem Land sei es wichtig, die Arzneimittelversorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Die Apotheke sei hier auch soziale Anlaufstation. Banzer regte an, sich in regelmäßigen Abständen zum Gedankenaustausch zu treffen.

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