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Medikamente für Simbabwe

BERLIN (ks). In Simbabwe erkranken immer mehr Menschen an Cholera. Viele Hilfsorganisationen bemühen sich, das Leiden zu lindern. So haben Teams von Ärzte ohne Grenzen seit August mehr als 11.000 Cholera-Patienten in dem südafrikanischen Land behandelt. Das deutsche Medikamenten Hilfswerk action medeor versorgt die Patienten mit Arzneimitteln.

Wegen des Ausbruchs der Seuche hat Simbabwe den nationalen Notstand ausgerufen. "Die Hilferufe aus den Gesundheitsstationen haben in den letzten Tagen deutlich zugenommen", berichtet eine medeor-Mitarbeiterin. "Unsere Projektpartner können den Patientenströmen einfach nicht mehr gerecht werden. Die Medikamentenvorräte sind bei allen fast aufgebraucht". In Deutschland wurden von medeor innerhalb von zwei Tagen 1051 Pakete mit einem Gewicht von 15.601 Kilo zusammengestellt, meldete die Organisation am 11. Dezember. Enthalten seien vor allem Mittel gegen Cholera wie Antibiotika, Salz-Zucker-Lösungen, Infusionen und Wasserentkeimungstabletten. Insgesamt hat medeor bereits Medikamente und medizinisches Equipment mit einem Wert von 240.000 Euro für Simbabwe bereitgestellt.

Unbehandelt führt die bakterielle Infektion in bis zu 70 Prozent der Fälle zum Tode. Ein großes Problem ist der durch Erbrechen und Durchfall verursachte Wasser- und Salzverlust. Die Zahl der Cholera-Toten in Simbabwe ist nach UN-Angaben deutlich angestiegen. Bisher wurden 746 Todesfälle registriert, mehr als 15.000 Menschen sind erkrankt. Inzwischen sollen nach Angaben von Partnerorganisationen der action medeor auch die Nachbarländer Botswana, Südafrika und Mosambik betroffen sein.

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