Aus Kammern und Verbänden

Apotheker auf vielen Parteitagen präsent

Im Herbst und Winter 2008 warben die baden-württembergischen Apotheker auf mehreren Parteitagen – von rot und grün bis gelb und schwarz – mit einem Stand für ihre gesundheitspolitischen Positionen. Dazu ein kurzer Rückblick.
Sozialministerin Dr. Monika Stolz strahlt nach überstandener Probe auf dem Wackelbrett; LAV-Präsident Fritz Becker (re.) freut sich mit.
Foto: LAV BW

11. Oktober, Landesparteitag der Grünen in Schwäbisch Gmünd: Die Delegierten lassen Biggi Bender bei mehreren Wahlgängen um die vorderen Landeslistenplätze zur Bundestagswahl 2009 abblitzen. Am Ende erreicht die Verfechterin von Apothekenketten nur Platz sieben. Noch härter erwischt es Cem Özdemir. Die Delegierten verweigern dem damals designierten Parteichef Özdemir einen sicheren Listenplatz, denn der grüne Landesverband achtet auf die Trennung von Amt und Mandat.

Überzeugungsarbeit leisten

"Hier zu stehen, ist harte Arbeit. Denn die Delegierten sind sehr mit sich beschäftigt und haben kaum den Kopf frei für ein Gespräch zur Situation der Apotheken vor Ort. Aber wir müssen Flagge zeigen. Wir wollen und müssen die Politiker davon überzeugen, dass die inhabergeführte Apotheke auch in der Zukunft wichtigster Pfeiler für die flächendeckende Versorgung der Menschen ist." So begründet LAV-Präsident Fritz Becker die Präsenz der Apotheker auf den Parteitagen.

Schon Ende September hatte die SPD in Ehingen getagt. Dort hatte es viele, auch tiefer gehende Gespräche gegeben. Die Landesvorsitzende Ute Vogt diskutierte über die Politik im Allgemeinen, aber auch über die Sorgen und Nöte der Apotheker. Die Künzelsauer Europaabgeordnete Evelyne Gebhardt wurde auf Listenplatz 1 zur kommenden Europawahl gewählt. Die zweimalige "Europäerin des Jahres" (2005 und 2006) vertritt im so wichtigen Ausschuss für Binnenmarkt sehr deutlich Verbraucherinteressen und kritisierte bei verschiedenen Gelegenheiten den Versuch der EU-Kommission, das Fremd- und Mehrbesitzverbot von Apotheken zu kippen.

"Wackelkandidatentest"

Im Angebot war auf allen Terminen ein sogenanntes Wackelbrett, auf dem die Delegierten ihre Standfestigkeit überprüfen können. Nicht nur Dr. Monika Stolz und Tanja Gönner als aktuelle und ehemalige Sozialministerin machten mit. Auch Ministerpräsident Günther Oettinger war an seinen Daten zur Standfestigkeit interessiert – und nahm auch die Botschaft aus dem Munde der beiden Präsidenten von Landesapothekerkammer und -verband, Dr. Günther Hanke und Fritz Becker, mit: "Die mittelständischen Apotheken sind wichtig für Baden-Württemberg, und sie sind ein Jobmotor."

Weitere Stationen auf der politischen "Tour de Ländle" waren die Jungen Liberalen bei ihrer Bundeskonferenz in Pforzheim Ende Oktober. Kontakte zu sehr zielstrebigen und gut informierten Nachwuchspolitikern gab es auch beim Deutschlandtag der Jungen Union in Rust. Das große Apotheken-A weckte die Aufmerksamkeit, selbst die Kanzlerin wartete auf, begrüßt von LAK-Vizepräsidentin und BAK-Vorstandsmitglied Karin Graf. Auch hier lautete die Botschaft: Auf den Apotheker konnte und kann man sich verlassen – wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Dr. Hanke verdeutlichte: "Arzneimittelsicherheit – dafür stehen wir Apothekerinnen und Apotheker. Mit kompetenter Beratung haben wir das Vertrauen der Menschen gewonnen. Arzneimittel gehören in die Hand eines Apothekers in einer unabhängigen Apotheke und haben nichts im Supermarktregal oder sonst wo verloren."

Apotheker weiter auf Tour

Die Kampagne läuft weiter: Nach der Jungen Union gastierte auch die Mutterpartei CDU Anfang Dezember mit ihrem Bundesparteitag im Ländle. Gleich zu Beginn des Jahres 2009 treffen sich die Liberalen zu Landesparteitag und Dreikönigstreffen in Stuttgart, während sich die SPD im Land am 14. Februar in Singen mit rund 550 Delegierten auf die Kommunal- und Bundestagswahlen im September 2009 vorbereitet.


Quelle: LAV Baden-Württemberg

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