ADEXA Info

Fortbildung über Allergien

Allergien werden in der Bevölkerung, aber auch in Fachkreisen vielfach unterschätzt. Nur 10 bis 15% der allergischen Reaktion werden in Deutschland adäquat versorgt und behandelt. Das kann schwerwiegende Folgen haben: Eine Hausstaubmilbenallergie entwickelt sich ohne Therapie nach einigen Jahren oftmals zum chronischen Asthma. Auch viele neurodermitische Erkrankungen sind auf allergische Reaktionen zurückzuführen.

Eine Fachberatung durch geschultes Personal ist gerade bei Allergien unverzichtbar. Der Apotheke und den Apothekenmitarbeitern kommt dabei eine große Verantwortung zu. Deshalb ist die ADEXA Wissenswerkstatt als erster Fortbildungsträger eine Kooperation mit der neu gegründeten Allergieakademie auf Schloss Melkof in Mecklenburg-Vorpommern eingegangen. Für ADEXA-Mitglieder ergeben sich dadurch u. a. Vorteile bei den Kursgebühren und der Betreuung.

So kommen Sie hin

Schloss Melkof liegt in der Elbaue etwa 40 km von Lüneburg und rund 85 km von Hamburg entfernt. Mit der Bahn ist die Akademie innerhalb von 46 Minuten von Hamburg zu erreichen. Mit dem Auto dauert der Anfahrtsweg von Hamburg etwa eine Stunde und von Berlin oder Hannover ca. zwei Stunden. Auf Wunsch wird die gesamte An- und Abreise geplant.

Seminarmodule

Die Allergieakademie Schloss Melkof bietet drei Arten von Fortbildungsveranstaltungen:

  • Tagesseminare bieten Grundwissen für Einsteiger.
  • Kompaktkurse vermitteln an zwei Tagen pharmazeutisches und medizinisches Wissen.
  • Vollkurse sind dreitägige Intensivseminare, die neben pharm./med. Wissen auch Marketing vermitteln.

Bundesregierung schnürt Maßnahmenpaket

Besonders in Städten nimmt die Anzahl der allergischen Erkrankungen drastisch zu. Nach Schätzungen wird die Anzahl der Allergiker in Deutschland von derzeit 38 Mio. auf über 48 Mio. in den nächsten zehn Jahren wachsen. Damit würden 60% der Bevölkerung auf mindestens einen Stoff allergisch reagieren. In Westeuropa leiden fast 150 Mio. Menschen unter Allergien. Gerade die Zahl der jüngsten Patienten nimmt immer weiter zu: Rund 40% der Drei- bis Siebenjährigen sind betroffen.

Die Bundesregierung reagierte auf diese Entwicklungen mit dem Nationalen Aktionsplan gegen Allergien. Dieser hat zum Ziel, besser über die Prävention, den Umgang mit und die Bekämpfung von Allergien zu informieren. In einem ersten Schritt sollen allergene Stoffe in unverpackten Waren deklariert werden. Auch ein Textilsiegel bzgl. Allergene in der Kleidung ist im Gespräch.

Betroffene sollen sich leichter über eigene Erfahrungen austauschen können, zum Beispiel über Online-Portale. Zudem soll die Forschung über Allergene gefördert werden.

0 Kommentare

Das Kommentieren ist aktuell nicht möglich.