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Bluttest sagt Sterblichkeitsrisiko bei PAVK voraus

Menschen mit Durchblutungsstörungen der Beine (periphere arterielle Verschlusskrankheit, PAVK), bei denen die Konzentration des Peptids NT-proBNP im Blut erhöht ist, haben ein höheres Sterblichkeitsrisiko. Die Erkenntnis könnte zur Verbesserung der Behandlung von PAVK-Patienten beitragen.

Etwa 30 Millionen Menschen in Europa und Nordamerika haben PAVK. Ein großer Teil davon leidet an einer unentdeckten Herzerkrankung. Im Vergleich zu Gesunden ist ihr Herzinfarktrisiko fünffach und das Risiko für Schlaganfall oder Tod zwei- bis dreifach erhöht. Die Risikoabschätzung ist bei PAVK eine wichtige Aufgabe, allerdings fehlte bislang ein geeignetes Instrument. In der LIPAD-Studie (Linz Peripheral Arterial Disease Study) wurden 487 PAVK-Patienten über fünf Jahre beobachtet. Es zeigte sich, dass die durchschnittliche NT-proBNP-Konzentration bei den Verstorbenen deutlich höher war als bei den Überlebenden. NT-proBNP sei ein starker und unabhängiger Hinweis auf die Fünf-Jahres-Sterblichkeit bei PAVK-Patienten, schließen die Autoren daraus.


ral


Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie vom 30.8.2008

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