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Jedes dritte Kind ein Kaiserschnitt

Im Jahr 2007 wurden laut einer Meldung der Deutschen BKK 29% aller Babys in Deutschland per Kaiserschnitt geboren. Die Zahlen unterscheiden sich allerdings von Bundesland zu Bundesland teilweise erheblich. So lag die Rate der Kaiserschnitte mit 39% in Rheinland-Pfalz fast doppelt so hoch wie die in Sachsen (20%).

Laut Weltgesundheitsorganisation bestehen nur bei jeder zehnten Geburt medizinische Gründe für einen Kaiserschnitt. Der Eingriff birgt wie jede andere Operation auch Risiken. Infektionen, Thrombosen oder Narkoseprobleme können das Leben von Mutter und Kind gefährden. Trotz dieser Gefahren und der längeren Rekonvaleszenz finden viele Schwangere den Gedanken an eine "schmerzfreie" Geburt jedoch verlockend, so dass sich auch in Deutschland offenbar der in den USA bereits seit einiger Zeit herrschende Trend zur Kaiserschnitt-Geburt durchsetzt. Im Durchschnitt kam im vergangenen Jahr knapp jedes dritte Kind in Deutschland per Kaiserschnitt auf die Welt. Spitzenreiter war Rheinland-Pfalz mit 39%, auf den Plätzen 2 und 3 folgten Nordrhein-Westfalen (36%) und Bayern (33%). Die niedrigsten Kaiserschnitt-Raten hatten Mecklenburg-Vorpommern und Berlin mit jeweils 23% sowie Sachsen mit 20%. Aus Sicht der Deutschen BKK sollten die Zahlen gesenkt und auf die zwingend medizinisch notwendigen Fälle beschränkt werden. Da ein Kaiserschnitt mit rund 3000 Euro etwa doppelt so teuer wie eine vaginale Geburt ist, würde davon auch die Versichertengemeinschaft profitieren, so die Kasse.


ral

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