DAZ aktuell

Wir wollen bundesweit präsent sein

(diz). Anlässlich der Übernahme der Pharmagroßhandlung W. Kapferer AG durch die Noweda eG sprachen wir mit dem Noweda-Vorstandsvorsitzendem Wilfried Hollmann.

DAZ: Herr Hollmann, erst einmal herzlichen Glückwunsch zu diesem geglückten Übernahme-Coup. Welche Position im Großhandelsmarkt wird denn die Noweda jetzt einnehmen?

Hollmann: Mit der Übernahme von Kapferer ist die Noweda nun mehr oder weniger bundesweit präsent. Das war eines unserer Ziele, auch vor der Übernahme von Kapferer. In Addition der Umsätze beider Unternehmen nehmen wir die vierte Position in der Landschaft des deutschen pharmazeutischen Großhandels ein.


DAZ: Hat die Übernahme irgendwelche Auswirkungen auf die Mitarbeiter der Unternehmen? Sind Arbeitsplätze in Gefahr?

Hollmann: Nein. Die Übernahme hat keine Auswirkungen auf die Mitarbeiter der vier Kapferer-Niederlassungen. Übernahmebedingte Kündigungen wird es jedenfalls nicht geben. Das war auch Gegenstand der Verhandlungen mit dem bisherigen Inhaber. Das war eine Zusage, die wir gegeben haben und die wir in Informationsveranstaltungen den Mitarbeitern zugesichert haben. Das heißt natürlich nicht, dass durch diese Übernahme keine Veränderungen stattfinden können und dass ein Mitarbeiter seinen angestammten Arbeitsplatz verändern muss.


DAZ: Was erhoffen Sie sich von der Übernahme, wo sehen Sie die Chancen für das gemeinsame Unternehmen? Die Noweda wächst und expandiert jetzt in Richtung Süden. Freuen Sie sich auf den Wettbewerb mit der Sanacorp?

Hollmann: Chancen ergeben sich zunächst für die Apotheker. Wir haben immer gesagt, wir wollen bundesweit aufgestellt sein, damit jeder deutsche Apotheker Mitglied bei einer Apothekergenossenschaft, auch bei der Noweda, werden kann. Wir haben viele Anfragen aus Baden-Württemberg und aus Bayern, aber auch aus Norddeutschland. Das hat uns gezeigt, dass die Noweda ein gutes Image hat. Wir glauben aber auch, dass wir aufgrund des Wandels im Apotheken- und im Großhandelsmarkt morgen bundesweit aufgestellt sein müssen, um in diesem Wandel bestehen zu können.

Einen Wettbewerb mit der Sanacorp wollen wir nicht. Die Sanacorp ist ein Schwesterunternehmen. Was bundesweit möglich ist, dass nämlich Apotheken mit zwei Konzernunternehmen arbeiten, muss bundesweit in Bezug auf Genossenschaften genauso möglich sein. Apotheker wären gut beraten, wenn sie mit beiden Genossenschaften arbeiten. Ob nun mit der Noweda als Hauptlieferanten und mit der Sanacorp als Nebenlieferanten oder umgekehrt – das ist doch für die Apotheker eine ausgezeichnete Möglichkeit, denn beide Unternehmen artikulieren deutlich, dass sie die Positionen der inhabergeführten Apotheke vertreten. Besser kann es nicht sein.

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