Prisma

Schonende Nanopartikel dank Streifen

Wissenschaftlern vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) ist es gelungen, synthetische Nanopartikel herzustellen, die ins Zellinnere eindringen können, ohne die Zellmembran zu verletzen. Diese Fähigkeit verdanken die Partikel Streifen, wie in "Nature Materials" zu lesen war.

"Wir haben herausgefunden, dass eine bestimmte Ordnung im Nanometerbereich nötig ist, um die Fähigkeit zu ermöglichen, durch eine Zellmembran zu dringen, ohne sie zu verletzen", berichtet MIT-Forscher Francesco Stellacci. Um diese Ordnung zu erhalten, hat er mit seinem Team Goldnanopartikel mit einem Band zweier unterschiedlicher Moleküle ummantelt. Bemerkt die Zellmembran einen "gewöhnlichen" Nanopartikel, schließt sie ihn in ein Bläschen ein. An die Nanopartikel angefügte Substanzen würden daher nie frei das Cytosol erreichen. Anders sieht es bei den gestreiften Goldnanopartikeln aus. Sie können die Zellmembran direkt durchdringen und ihre Fracht im Cytosol abladen. Sowohl für die gezielte Verabreichung von Medikamenten als auch für die Erklärung biologischer Prozesse könnten die Partikel somit von großem Nutzen sein, hofft Stellacci.


ral


Quelle: Verma, A. et al., Nature Materials, Online-Vorabpublikation, DOI: 10.1038/nmat2202

Das könnte Sie auch interessieren

Rezeptorvermittelter Transport macht‘s möglich

Nano per os

Hallesche Pharmazeuten werden für Studie zu Nanopartikeln ausgezeichnet

„Best Paper Award“ geht nach Halle

Prof. Dr. Rolf Marschalek erläuterte seine Hypothese zu thromboembolischen Nebenwirkungen

Spleißfehler ein Sicherheitsproblem bei Vektorimpfstoffen?

Mit Skorpiongift die Blut-Hirn-Schranke überwinden

Toxischer Transporter

0 Kommentare

Das Kommentieren ist aktuell nicht möglich.