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Kaffee senkt das Brustkrebsrisiko

Immer wieder wird über positive und negative Effekte von Kaffee auf die Gesundheit berichtet. Aktuell haben schwedische Wissenschaftler herausgefunden, dass zwei bis drei Tassen Kaffee am Tag das Brustkrebsrisiko reduzieren können – allerdings nur bei Frauen mit einer bestimmten Genvariante.

Helena Jernström untersuchte mit ihrem Team 458 Brustkrebspatientinnen darauf, welche Variante des Gens CYP1A2 sie in ihrem Erbgut tragen. Daneben erfassten sie den Kaffeekonsum der Probandinnen. CYP1A2 reguliert sowohl die Verstoffwechselung von Estrogen als auch die von Coffein. Bei Frauen mit der Genvariante A/A scheint sich regelmäßiger Kaffeegenuss protektiv auf Brustkrebs auszuwirken. Tranken sie täglich zwei oder mehr Tassen Kaffee, erkrankten sie im Durchschnitt erst im Alter von 60 Jahren an Brustkrebs. Bei Konsum von keinem oder weniger als zwei Tassen Kaffee täglich, brach der Krebs im Schnitt sieben Jahre früher aus. Jernström sieht ihr Ergebnis als Hinweis auf eine mögliche Protektion, betont allerdings, dass es für eine Trinkempfehlung für Kaffee noch zu früh sei.


ral


Quelle: Jernström, H. et al.: Cancer Epidemiol. Biomark. Prev. 17, 895-901 (2008).

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