Prisma

Mit Bakterien gegen Nierensteine

Nierensteine sind ein hartnäckiges Leiden. Bislang erleidet ca. jeder zweite Patient nach der Entfernung eines Steins einen Rückfall. Ein Bakterium namens Oxalobacter formigens ist aktuellen Untersuchungen zufolge in der Lage, das Rückfall-Risiko um 70 Prozent zu senken.

David Kaufman von der Universität Boston untersuchte mit seinem Team den Einfluss von Oxalobacter formigens auf die Nierensteinbildung. Hintergrund für die Untersuchung war die Erkenntnis, dass das Bakterium bei einem Großteil aller gesunden Menschen im Verdauungstrakt existiert und sich unter anderem von Calciumoxalat ernährt. Calciumoxalat zählt zu den Risikofaktoren für die Entstehung von Nierensteinen. Die Untersuchung von 247 Patienten mit wiederkehrenden Nierensteinen ergab, dass Menschen, bei denen sich Oxalobacter formigens nachweisen lässt, ein um 70 Prozent verringertes Rezidivrisiko haben. Kaufman sieht in dem Bakterium daher einen möglichen Behandlungs- bzw. Präventionsansatz bei Nierensteinen.


ral


Quelle: Kaufman, D. et al.: J. Am. Soc. Nephrol., Online-Vorabpublikation, DOI 10.1681/ASN.2007101058

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