Wirtschaft

Adidas mit Potenzial

Die Analysten der Credit Suisse stufen die Aktie des Softwareunternehmens SAP unverändert mit "underperform" ein und bestätigen das Kursziel von 32 Dollar. SAP hat weitere Details zum vierten Quartal 2007 und zum Ausblick für 2008 bekannt gegeben. Der Gewinn je Aktie hat mit 0,63 Dollar minimal über der Prognose von 0,62 Dollar gelegen. Der Margenausblick für 2008 ist von Währungseffekten belastet und dürfte unter den Konsenserwartungen liegen. Im Vergleich zum Vorjahr dürften die Margen stagnieren, während der Konsens eine Ausweitung um 100 Basispunkte unterstellt hat. Auf pro forma Basis notiert die Aktie aktuell mit einem 2008er KGV von 17,1. Die Guidance scheint solide zu sein und sollte der Aktie kurzfristig Unterstützung geben. Allerdings glauben die Experten, dass die Konsenserwartungen in den nächsten Wochen fallen. Angesichts des vorherrschenden makroökonomischen Umfelds sehen sie das Chance/Risiko-Verhältnis aktuell mit einer negativen Tendenz.

AC Research empfiehlt adidas-Aktien

Die Analysten von AC Research empfehlen weiterhin, die Aktien von adidas zu akkumulieren. Das Sportartikelunternehmen hat ein Aktienrückkaufsprogramm angekündigt. Im Rahmen dessen will der Konzern bis zu 10.182.248 eigene Aktien zurückkaufen. Dies entspricht einem Anteil am Grundkapital von bis zu 5%. Die Anschaffungskosten sollten sich dabei auf bis zu 420 Mio. Euro belaufen. Der Rückerwerb erfolgt zur Einziehung der Aktien und anschließenden Kapitalherabsetzung. Außerdem können die Aktien zum Zwecke der Erfüllung von Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern des Konzerns im Rahmen von Aktienoptionsprogrammen verwendet werden. Der Rückkauf wird ausschließlich aus dem Free Casflow des Konzerns finanziert. Der Kaufpreis dürfe dabei den Durchschnitt der Schlusskurse der letzten drei Börsenhandelstage im XETRA-Handelssystem, die dem entsprechenden Kauf vorangehen, um nicht mehr als 5% über- oder unterschreiten. Nach Ansicht der Analysten von AC Research ist die Meldung positiv zu werten. So erscheint es durchaus wahrscheinlich, dass der Kurs der adidas-Aktie von der durch das Aktienrückkaufsprogramm erhöhten Nachfrage profitieren wird. Da die zurückgekauften Aktien in erster Linie eingezogen werden sollen, wirkt sich das Aktienrückkaufsprogramm zudem auch positiv auf den zukünftigen Gewinn je Aktie aus. Auf operativer Ebene rechnen die Experten grundsätzlich vor dem Hintergrund des wahrscheinlichen Abgleitens der US-Wirtschaft in eine Rezession und einer ebenfalls wahrscheinlich deutlich abnehmenden wirtschaftlichen Dynamik in Europa und Asien mit einem schwieriger werdenden Marktumfeld. Auf der anderen Seite wird das Unternehmen voraussichtlich im laufenden Jahr aber auch deutlich von den sportlichen Großereignissen Fußball Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz und Olympische Spiele in Peking profitieren. Vor diesem Hintergrund erscheint die von der Konzernleitung geplante Steigerung der Nettoumsätze im hohen einstelligen Prozentbereich realistisch. Eines der vorrangigsten Ziele muss derzeit die erfolgreiche Repositionierung der Marke Reebok sein. Dies kann aber durch ein Abgleiten der US-Wirtschaft in eine Rezession erschwert werden. Die Analysten von AC Research empfehlen weiterhin, die Aktien von adidas zu "akkumulieren".

Continental "sell"

Die Analysten von Goldman Sachs nehmen die Bewertung der Aktien des Automobilzulieferers Continental mit dem Votum "sell" und einem Kursziel von 63 Dollar wieder auf. Im Rahmen einer Sektorstudie ist die Aktie auch der "Conviction Sell List" hinzugefügt worden. Die Conti-Aktie ist im Sektor-Vergleich relativ teuer bewertet. Im laufenden Jahr muss weltweit mit stagnierenden Autoabsatzzahlen gerechnet werden. Auch ist auf globaler Ebene nicht mit einem Produktionszuwachs zu rechnen. Daher hat man die Gewinnprognosen für die Auto-Branche im Schnitt um 25% gesenkt. Bei einer weiteren Verschlechterung des Konjunkturumfeldes dürfte der Titel voraussichtlich überdurchschnittlich verlieren. Darüber hinaus ist Vorsicht geboten, da Continental nach der Übernahme von VDO hoch verschuldet ist. Zudem gibt es Integrationsrisiken in Verbindung mit der anhaltenden makroökonomischen Unsicherheit. Vor diesem Hintergrund sprechen die Analysten von Goldman Sachs für die Aktie von Continental nunmehr eine Verkaufsempfehlung aus.

"Buy"-Rating für Yahoo!

Die Analysten der UBS stufen die Aktie der Suchmaschine Yahoo! unverändert mit "buy" ein. Im Zuge der Senkung der Gewinnerwartungen wird das Kursziel von 36 auf 26 Dollar zurückgesetzt. Während der Umsatz im vierten Quartal 2007 über der Schätzung gelegen hat, ist der Gewinn je Aktie hinter den Annahmen zurückgeblieben. Im Vergleich zur enttäuschenden EBITDA-Guidance für 2008 von 1,725 bis 1,975 Mrd. Dollar haben die Analysten bislang 2 Mrd. Dollar erwartet. Nun wird nur noch mit Umsätzen von 5,58 Mrd. Dollar und einem EBITDA von 1,85 Mrd. Dollar gerechnet. Das Jahr 2008 dürfte für Yahoo! eine Herausforderung darstellen. Die Einnahmenentwicklung sieht sich Gegenwind ausgesetzt und die Margen werden durch Investitionen geschwächt. Zudem herrscht Unsicherheit was die wesentliche strategische Ausrichtung angeht. Die weiterhin positive Einschätzung des Titels beruht unterdessen auf der Annahme, dass das Management entweder den Turnaround schafft oder das Unternehmen übernommen wird.

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