BMW überzeugt mit gutem Polster

b Analysen (48. KW)

Die Analysten von Independent Research haben ihr Rating für die Aktien des Tourismuskonzerns TUI von "kaufen" auf "akkumulieren" gesenkt, obwohl sich die Vertreter der Reisebranche unverändert positiv geben. Große Wirtschaftsforschungsinstitute dagegen korrigieren ihre Erwartungen für das kommende Jahr nach unten. Der Deutsche Reiseverband prognostiziert trotz der derzeit angespannten wirtschaftlichen Lage eine stabile Nachfrage und auch die Analysten geben sich vorsichtig optimistisch, dass die Tourismusbranche nicht so stark vom Abschwung betroffen sein wird. Zudem merken sie an, dass ein zu erwartender Rückgang der Nachfrage erst mit einer Verzögerung von zwölf Monaten wirksam würde. Allerdings deuten die bereits eingeleiteten Kapazitätssenkungen bei TUI darauf hin, dass das Unternehmen für das kommende Jahr mit einem Rückgang der Nachfrage rechnet. Außerdem hält sich der Konzern mit einem Ausblick für das nächste Jahr weiterhin zurück. Für das laufende Gesamtgeschäftsjahr rechnet TUI mit einer Umsatzsteigerung auf 18,76 Mrd. Euro und mit einem Nettoergebnis in Höhe von 68 Mio. Euro. Das EPS erwarten die Experten bei 0,27 Euro. Die Analysten reduzieren in Anbetracht der vorliegenden Gegebenheiten ihr Kursziel für die TUI-Aktie von 15 Euro auf 8,90 Euro und senken ihr Rating von "kaufen" auf "akkumulieren".

Société Générale rät zum Kauf von RWE

Die Analysten der Société Générale raten zum Kauf der Aktie des Energieversorgers RWE. Berichten zufolge plant RWE derzeit den Bau eines Kernkraftwerks in Litauen, was die Experten durchaus positiv bewerten. Ihrer Ansicht nach ist es zu begrüßen, dass der Versorger mit der Entwicklung des Kernenergiegeschäfts weitermacht und sie raten dazu, dies auch in Deutschland zu tun. Denn offenbar wird die Frage nach der Laufzeiterweiterung der Nuklearkraftwerke nach der Bundestagswahl 2009 neu erörtert werden und bietet dementsprechende Chancen. Mit einer Ausweitung der Kernenergieerzeugung würde zudem ein wichtiges strategisches Ziel von RWE näher rücken, nämlich die Reduzierung der CO2 -Emission des Konzerns im Verhältnis zur Energieproduktion. Nach Einschätzung der Analysten wird der Konzern im kommenden Jahr seine Beteiligung an American Water veräußern, was rund 1,4 Mrd. Euro in die Kassen des Unternehmens spülen sollte. Das Kursziel für RWE sehen die Experten weiterhin bei 80 Euro und ihr Anlageurteil lautet weiterhin auf "buy".

Credit Suisse:BMW "outperform"

Die Experten der Credit Suisse stufen die Aktien des Automobilherstellers BMW mit "outperform" ein. Nach Ansicht der Analysten befindet sich der Automobilsektor derzeit angesichts der angespannten weltwirtschaftlichen Situation in einer kritischen Lage. Aufgrund des rasant steigenden industriellen Finanzverbrauchs könnten Händler und Zulieferer schon bald auf die Unterstützung der Automobilproduzenten angewiesen sein. Von dort bis zur Intervention der Regierung ist es nach Einschätzung der Analysten nur noch ein kleiner Schritt. Oberstes Ziel einer solchen Einmischung wäre der Erhalt von Arbeitsplätzen. BMW zählen die Experten derzeit allerdings zu den Favoriten innerhalb der Automobilbranche, das Unternehmen verfügt offenbar über ein recht großes Finanzpolster. Angesichts dessen halten die Analysten ihre Einschätzung von "outperform" für BMW bei.

Oracle mit "hold" eingestuft

Die Analysten der Société Générale bewerten die Aktien des amerikanischen High-Tech Unternehmens Oracle mit "hold". Wie die Experten verlauten ließen, hat der Konzern seine Prognosen für das zweite Fiskalquartal 2008/2009 gesenkt und reflektiert so ein immer schwierigeres Marktumfeld. Wie die Analysten weiter mitteilen, besteht zudem die Gefahr, dass in den Geschäftsjahren 2008/2009 und 2009/2010 der Lizenzumsatz deutlich zurückgeht. Dabei verweisen sie auf eine ähnliche Situation in den Jahren zwischen 2001 und 2003, als der Umsatz bei Neulizenzen um 25% bzw. um 8% einbrach. Trotz der angebrachten Skepsis verweisen die Analysten aber auch auf die gegenüber anderen Unternehmen bessere Position des Konzerns. Diese ergibt sich aus dem hohen Marktanteil im Bereich Datenbanken und dem hohen Umsatz. Die EPS-Prognose für Oracle wurde dennoch gesenkt und zwar für das laufende Geschäftsjahr von 1,42 auf 1,41 Dollar und für das kommende Jahr von 1,46 auf 1,45 Dollar. Als Kursziel nennen die Analysten 16 Dollar und empfehlen die Aktie zu "halten"..

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