Ministerium will Resistenzen eindämmen

Berlin (ks). Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat am 17. Juni den Entwurf einer Strategie zur Erkennung, Prävention und Kontrolle von Antibiotika-Resistenzen in Deutschland vorgestellt. Zentrales Ziel ist die Eindämmung von antimikrobiellen Resistenzen.
Maßnahmenplan gegen Antibiotika-Resistenzen veröffentlicht

Infektionskrankheiten sind weltweit die häufigste Todesursache. In Deutschland starben 2006 über 40.000 Personen an den Folgen einer Infektion. Zwischen 2002 und 2006 stieg die Zahl der Todesfälle aufgrund einer Infektion um 14 Prozent. Nicht immer sind antimikrobiell resistente Erreger Ursache. Aber die Behandlung von bakteriellen Infektionskrankheiten wird durch zunehmende Resistenz erschwert. Als Hauptursachen dieser zunehmenden Resistenz gelten der unsachgerechte Einsatz von Antibiotika sowie die inkonsequente Anwendung von Empfehlungen zur Prävention von Infektionen.

Die in der Strategie zusammengefassten Maßnahmen sollen dem entgegenwirken und eine gezieltere Herangehensweise auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene unterstützen, erklärte Gesundheitsstaatssekretär Klaus Theo Schröder. Die nun vorgelegte Strategie ist ein erster Entwurf – Schröder rief Ärzte, Kassen, Kliniken und Fachverbände auf, sich aktiv an ihrer Weiterentwicklung zu beteiligen..

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Gemeinsam gegen Resistenzen

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