DAZ aktuell

Arzneimittelfälschungen

"Deutsche Versandapotheken sind sicher"

BERLIN (ks). Angesichts der ernüchternden Studie des Zentrallabors Deutscher Apotheker zu Arzneimittelfälschungen aus dem Internet (siehe DAZ 2007, Nr. 8, S. 44), warnt der Bundesverband Deutscher Versandapotheken (BVDVA) vor Pauschalverurteilungen von Versandapotheken. Aus Sicht des Verbandschefs Johannes Mönter will die ABDA mit der Studie eine allgemeine Gefahr des Arzneiversandes suggerieren.

"Der Arzneimittelkauf in einer zugelassenen deutschen Versandapotheke – gleichgültig ob es sich um rezeptfreie oder verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt – ist mindestens so sicher wie bei der Apotheke um die Ecke" erklärte Mönter am 27. Februar. Er betonte, dass die Schreckensmeldungen zum Thema gefälschte Arzneimittel durchaus Ernst zu nehmen seien. Es dürfe jedoch nicht vergessen werden, dass deutsche zugelassene Versandapotheken den gleichen Kontrollen und Sicherheitsauflagen unterliegen wie jede der 21.500 Apotheken vor Ort. Es gebe sogar noch größere Sicherheitsauflagen.

Dass die Versandapotheken von stationären Apothekern und der ABDA kritisch beäugt werden, sieht Mönter gelassen: "Man versucht immer wieder die Versandapotheken klein und schlecht zu reden. So lange Äpfel mit Birnen verglichen werden, ist die Kritik substanzlos. Mit der jetzigen Propaganda gegen ominöse Internethändler soll eine allgemeine Gefahr des Arzneiversandhandels suggeriert werden. Ich glaube weder Politiker, noch Verbraucher fallen auf diese billige Masche herein."

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