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Raucherentwöhnungsmittel sind wieder gefragt

FRANKFURT (ks). IMS Health hat die Entwicklung des Absatzes von Raucherentwöhnungsmitteln analysiert. Das Ergebnis: Nach einigen Jahren der Stagnation zog der Markt 2007 wieder an.
IMS Health

Derzeit werden deutschlandweit Rauchverbote in öffentlichen Räumen eingeführt. Der Nichtraucherschutz wird dadurch mit Sicherheit gestärkt. Die Frage ist aber, ob die Verbote auch Raucher motivieren können, sich von ihrer Sucht zu verabschieden. Die steigenden Absatzzahlen von Raucherentwöhnungsmitteln sprechen jedenfalls dafür.

Medikamente zur Raucherentwöhnung sind in Deutschland teilweise rezeptfrei, teilweise verschreibungspflichtig – auf jeden Fall gelten sie als "Lifestyle"-Präparate, die privat zu zahlen sind. In den Jahren 2004 und 2005 nahm der Absatz dieser Präparate zu, was nicht zuletzt mit der Erhöhung der Tabaksteuer zusammenhängen dürfte. Allerdings bewegte sich die Anzahl abgegebener Packungen mit um die zwei Millionen jährlich auf relativ niedrigem Niveau, so IMS Health. 2006 war der Absatz rückläufig. In den ersten acht Monaten des Jahres 2007 wurden in öffentlichen Apotheken jedoch vier Prozent mehr Packungen abgegeben als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dabei wurde der Großteil der abgegebenen Mittel (54%) von Personen zwischen 40 und 59 Jahren gekauft. Unter den 18 bis 39-Jährigen lag der Anteil bei 28 Prozent, unter den 60 bis 79-Jährigen bei 18 Prozent.

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