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Studie zu OTC-Versandhandel

Teure Großpackungen immer öfter per Post

FRANKFURT (ks). Eine neue, auf Dauer angelegte Studie von IMS Health gibt Aufschluss über die Bedeutung des Versandhandels im OTC-Markt. Die Analyse zeigt, dass der Anteil des im Jahr 2004 für Arzneimittel eingeführten Vertriebskanals bei umsatzstarken OTC-Produktgruppen in der Regel zwischen 3 und 4 Prozent liegt. Bei einigen Handelsformen wird allerdings bereits jede dritte Packung über Versandapotheken geordert.

Die Bedeutung des Versandhandels unterscheidet sich der IMS-Studie zufolge je nach Kategorie und Präparat stark. Als besonders versandhandelsaffin erweisen sich Großpackungen (N3) bekannter Marktführerprodukte und hier insbesondere hochpreisige Präparate. So betrug bei einem – von IMS anonymisierten – Präparat der Versandanteil der N3-Packung im ersten Quartal 2007 rund 20 Prozent, während von den N1- und N2-Packungen lediglich etwa 2 bzw. 4 Prozent der Packungen über den Versandhandel abgegeben wurden.

Vor allem der Preis ist für Verbraucher Anlass, OTC-Präparate über den Versandhandel zu bestellen. Einzelne Versandapotheken offerierten über das Internet Preisnachlässe auf den empfohlenen Apothekenverkaufspreis von bis zu 30 Prozent. Dies, so die Studie, könne in manchen Fällen für den Verbraucher einen Einkaufsvorteil bei Großpackungen hochpreisiger Präparate zwischen 20 und 40 Euro ausmachen, in Einzelfällen sogar noch mehr.

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