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Arzneimittelausgaben

Staat ist Preistreiber Nr.

OFFENBACH (hav/daz). Die Arzneimittelausgaben in Hessen sind im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,68 Prozent gestiegen. Die Ausgaben kletterten von 129,49 Mio. Euro auf 132,97 Mio. Euro. Dies meldet der Hessische Apothekerverband in einer Pressemitteilung.

"Der Staat ist dafür verantwortlich, dass die Arzneimittelausgaben zu Beginn des Jahres in Hessen gestiegen sind. Nimmt man die Nettoausgaben als Grundlage, so sind diese in Hessen gerade einmal um 12.000 Euro im Vergleich zum Januar 2006 gestiegen, das sind 0,1 Prozent", so der Vorsitzende des Hessischen Apothekerverbandes, Dr. Peter Homann. Auf diese Weise würden die Einsparbemühungen der am Gesundheitswesen Beteiligten konterkariert. Der Staat sei hier Preistreiber Nr. 1. "Wir stellen zum wiederholten Mal die Forderung, die Mehrwertsteuer auf Arzneimittel – wie in nahezu allen europäischen Ländern – zu reduzieren. Es ist nicht einzusehen, dass z.B. Hundefutter mit 7 Prozent, lebenswichtige Arzneimittel jedoch mit 19 Prozent besteuert würden", so Homann weiter.

Der Wertschöpfungsanteil des Staates durch die Mehrwertsteuer an den Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherungen für Arzneimittel ist mit 16 Prozent fast genauso hoch wie der Anteil der Apotheker in Höhe von 16,2 Prozent. Im Gegensatz zu den Pharmazeuten erbringe der Staat hierfür allerdings keinerlei Leistung.

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