DAZ aktuell

dm setzt Bestell- und Abholservice fort

KARLSRUHE (ck). Der dm-Drogeriemarkt nimmt den "Bestell- und Abholservice für apothekenpflichtige Arzneimittel" mit der Europa Apotheek Venlo jetzt in acht dm-Märkten in Nordrhein-Westfalen wieder auf. Möglich gemacht hat dies die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen vom 7. November 2006, nachdem die Stadt Düsseldorf den dm-Service 2004 verboten hatte.

Ab sofort können Kunden in acht dm-Märkten in Düsseldorf, Krefeld, Mönchengladbach und Viersen apothekenpflichtige Arzneimittel bestellen und spätestens 72 Stunden später dort abholen. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster hatte sein Urteil vom 7. November damit begründet, dass das Vertriebskonzept der Europa Apotheek Venlo weder gegen das Arzneimittelrecht noch gegen das Apothekenrecht verstoße (s. DAZ Nr. 45, 2006, S. 22). Das Gericht ließ dann am 27. Dezember noch eine weitere Entscheidung folgen, wonach dm den Service sofort wieder aufnehmen darf.

Bei der Zusammenarbeit mit der Europa Apotheek Venlo fungiert dm als logistischer Dienstleister. Der Kunde füllt den im dm-Markt ausliegenden Bestellschein der Versandapotheke aus, steckt ihn in eine Bestelltasche und wirft diese in eine Bestellbox. Spätestens 72 Stunden später kann der Kunde unter Vorlage seines Abholscheins und seines Personalausweises das Paket abholen. Zudem besteht die Möglichkeit, direkt im dm-Markt per PC auf den Online-Arzneimittelkatalog der Versandapotheke zuzugreifen und sich dort über deren Sortiment zu informieren. Die Bezahlung erfolgt per Bankeinzug oder Überweisung direkt an die Versandapotheke. Der dm-Drogeriemarkt wirbt damit, dass der Kunde bei freiverkäuflichen Medikamenten mindestens 10% der Kosten sparen könne, bei rezeptpflichtigen Arzneimitteln garantiere die niederländische Versandapotheke einen Bonus von mindestens 2,50 Euro, maximal 15 Euro pro Bestellung.

Die ABDA plant wegen des vorläufigen Charakters der Entscheidung und wegen der regional begrenzten Wiederaufnahme der Rezeptsammlung, vorerst keine weiteren öffentlichen Maßnahmen zu ergreifen. Man wolle der Drogeriekette "keine zusätzliche Plattform verschaffen".

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