Phoenix Pharmahandel: Leichte Delle im Heimatmarkt ...

(diz). Um rund 1,8 Prozent ging der Umsatz der Phoenix Pharmahandel AG im Geschäftsjahr 2006/2007 in Deutschland zurück, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit brach gar um ein Drittel auf 41 Millionen Euro ein. Dass der Konzern "Phoenix group" insgesamt jedoch mit einem Zuwachs von 4,2 Prozent abschließen konnte, ist dem Wachstum auf den europäischen Märkten zu verdanken: Insgesamt überschritt das Unternehmen die Marke von 20 Milliarden Euro (von 19,89 auf 20,73 Mrd. Euro). Über das Ergebnis der Phoenix group schweigt sich der Geschäftsbericht aus, man erfährt, dass es "zweistellig" zulegte. Insgesamt werden rund 21.500 Mitarbeiter beschäftigt.

… aber Umsatzsteigerung um über 4 Prozent europaweit

Bilanzpressekonferenzen – wie bei anderen Unternehmen dieser Größenordnung üblich –, auf denen die Ergebnisse kommentiert werden, gibt es beim Mannheimer Pharmahandelskonzern Phoenix schon seit einigen Jahren nicht mehr. Stattdessen wird der Geschäftsbericht ohne weitere Erläuterungen versandt.

Aus ihm lässt sich ablesen, dass das Wachstum des Konzerns aus dem internationalen Geschäft kommt. Die Phoenix group ist mit Pharmahandelsunternehmen in 23 europäischen Ländern aktiv, außerdem betreibt sie heute bereits in einigen Ländern insgesamt 1300 Apotheken. "In Osteuropa schreibt die Phoenix group seit Jahren eine Erfolgsgeschichte", so der Bericht.

Mit Blick auf Deutschland beklagt Phoenix-Vorstandsvorsitzender Reimund Pohl die fehlenden Hoffnungen auf eine Gesundheitsreform, die das Gesundheitswesen in Deutschland zukunftsfähig macht. Nach seiner Auffassung müsste die Politik vielmehr bereit sein, "dem mündigen Bürger die Hoheit über seine Gesundheitsversorgung zu geben und das Gesundheitssystem konsequent als Teil unserer sozialen Marktwirtschaft zu verstehen".

Wie der Geschäftsbericht weiter erwähnt, setzte das Direktgeschäft zwischen Herstellern und Apotheke mit einem Plus von über einem Prozentpunkt seinen ansteigenden Trend fort und hat sich bei 15 Prozent etabliert.

Bei allen Widrigkeiten habe Phoenix in Deutschland im letzten Geschäftsjahr seine marktführende Position auf dem stagnierenden deutschen Apothekenmarkt behaupten können. Trotz zurückgehender Umsätze um 1,8 Prozent auf 5,86 Milliarden Euro habe man die Ertragskraft durch mehr Produktivität, Optimierung der betrieblichen Infrastruktur und einem konsequenten Kostenmanagement sichern können, so der Geschäftsbericht. In Deutschland zählt das Unternehmen 2870 Mitarbeiter.

Anders als der Mitbewerber Celesio/Gehe äußert sich Phoenix zum Thema Apothekenketten in Deutschland nicht. Das Unternehmen ist jedoch Kooperationspartner des Marketing Verein Deutscher Apotheker (MVDA), dessen Apotheken zu einer großen Zahl unter der Apothekenmarke "Linda" auftreten. Einem Bericht der FAZ zufolge dürften aber Pläne für eine Apothekenkette bereits in den Schubladen liegen und realisiert werden, sobald dies in Deutschland gesetzlich erlaubt sei.

Phoenix selbst gehört zum Unternehmensverbund der Familie Merckle. Zu diesem Verbund gehören beispielsweise die Arzneihersteller Ratiopharm, Merckle und ct, aber auch Beteiligungen an Firmen aus anderen Branchen wie beispielsweise Heidelberger Zement, Kässbohrer, Firmen für Windkraftgeneratoren, Skiliftbetriebe und Schafzucht, weiß das Manager-Magazin. .

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