DocMorris liefert kaum Konkretes

BERLIN (ks). Es ist die Zeit der Halbjahresbilanzen. Auch für DocMorris. Zu Jahresbeginn startete die holländische Versandapotheke in Deutschland ihr neues Geschäftsmodell der Markenpartnerschaften. Nun verkündet das Unternehmen, dass es seinen mittlerweile 40 Partnerapotheken blendend geht. Die Angaben bleiben allerdings vage – konkrete Zahlen gibt es nur zum Alter der DocMorris-Apotheker und deren Angestelltenzahl.

Halbjahresbilanz zur Markenpartnerschaft lässt viele Fragen offen

In einer Pressemitteilung verkündete der Arzneimittelversender, dass die DocMorris-Partnerapotheken ihre Kundenanzahl bis Anfang Juli "mehr als verdoppeln" konnten. Zudem verzeichneten sie "zweistellige Steigerungsraten bei der Zahl der Rezepte sowie den Umsätzen". Auch ihr Geschäft mit verschreibungsfreien Medikamenten hätten die Apotheken "erheblich" ausweiten können, seit sie das Apotheken-A gegen das DocMorris-Logo ausgetauscht haben. Täglich würden in den Partnerapotheken 20.000 Kunden bedient und beraten. Und das Interesse an der Partnerschaft mit DocMorris sei weiterhin "ungebrochen groß".

DocMorris-Chef Ralf Däinghaus bleibt in der Pressemitteilung unerwähnt. Die Kommentierung der Zwischenbilanz bleibt Thomas Schiffer, Vorstand Marketing und Vertrieb von DocMorris, vorbehalten. Und auch die ist denkbar knapp: "Die ersten sechs Monate am Markt zeigen, dass sich das Konzept der inhabergeführten Markenpartnerapotheken bewährt. Auch wenn einige Kritiker wettern: Die Kunden kommen und fühlen sich wohl bei unseren Partnern."

Die Zahlen, die DocMorris in seiner Halbjahres-Pressemitteilung aufbietet sind wenig brisant: Etwa, dass DocMorris-Apotheker zwischen 32 und 63 Jahre alt sind. Oder dass es kleine Apotheken mit drei Mitarbeitern und große Partnerapotheken mit über 25 Angestellten gibt. Diese finden sich in Großstädten ebenso wie in kleineren Orten. Auf die 40. DocMorris-Apotheke, die kürzlich in Köln eröffnet hat, ist man in Holland besonders stolz. Es handelt sich hierbei erstmals um eine Neugründung und nicht um die Übernahme einer bestehenden Apotheke.

Mehr von Celesio?

Im Januar hatte Däinghaus prognostiziert, bis zum Jahresende werde es in Deutschland 100 DocMorris-Apotheken geben. Ob diese Vision aufgehen wird, wird sich weisen. Noch ist offen, wie lohnend das Geschäft für die Apotheker unterm Strich tatsächlich ist. Möglicherweise wird hierzu Celesio Auskunft geben. Im August will der Stuttgarter Pharmahändler, der DocMorris Ende April übernommen hat, seinen Zwischenbericht zum 1. Halbjahr 2007 vorlegen. .

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