Carrefour zeigt sich verbessert

b Analysen (13. KW)

Die Aktienanalysten von Merrill Lynch stufen die Aktie des Sportartikelunternehmens adidas von "neutral" auf "buy" herauf. adidas hat mitgeteilt, dass Sports Direct-Gründer und Großaktionär Mike Ashley kürzlich 3% der adidas-Aktien gekauft hat. Mike Ashleys Engagement ist wegen seiner Kenntnisse des britischen Markts besonders nennenswert, welcher der am meisten umkämpfte Markt Europas ist und besonders Reebok vor Herausforderungen stellt. Kommentare von Foot Locker und Nike weisen darauf hin, dass sich die Nachfragetrends in Europa verbessern. Die Olympischen Spiele in Beijing dürften das Wachstum des Unternehmens in Asien unterstützen und das Wachstum von Reebok fördern. Das EPS des Fiskaljahres 2006 betrug 2,25 Euro. Die EPS-Schätzung der Analysten für das Fiskaljahr 2007 liegt bei 2,52 Euro, während die EPS-Prognose für das Fiskaljahr 2008 von 2,93 Euro auf 3,09 Euro erhöht wird. Auf dieser Basis lässt sich ein KGV von 15,6 und 12,7 errechnen. Das Kursziel der durchschnittlich volatilen Aktie sehen die Experten bei 47 Euro. Vor diesem Hintergrund vergeben die Analysten von Merrill Lynch nun das Rating "buy" für die Aktie von adidas.

Carrefour "halten"

Die Analysten der Hamburger Sparkasse stufen die Aktie des französischen Einzelhandelsunternehmens von "verkaufen" auf "halten" hoch. Carrefour ist der größte Einzelhandelskonzern Europas und hinter Wal-Mart die Nummer zwei in der Welt. 86% der Nettoumsätze werden in Europa und 48% in Frankreich generiert. Schwerpunkte im übrigen Europa sind Spanien, Italien, Belgien und Griechenland. Daneben ist das Unternehmen u. a. in Osteuropa, Portugal und der Schweiz vertreten. Die übrigen Umsätze kommen aus Lateinamerika und Asien. Der Konzern gliedert sich in große Einkaufszentren mit Non-Food-Bereich, klassische Supermärkte, Discountmärkte und sonstige Geschäfte. Wegen der relativ großen Bedeutung des Non-Food-Segments ist Carrefour konjunkturabhängiger als reine Lebensmittel-Retailer. Carrefour sieht sich im französischen Heimatmarkt einem scharfen Wettbewerb ausgesetzt, der, verstärkt von allgemeiner Kaufzurückhaltung, die Margen unter Druck bringt. Vor dem Hintergrund der andauernden Spekulationen über die Nutzung des Immobilienvermögens, verbunden mit dem Einstieg neuer Investoren, erscheint den Analysten der Hamburger Sparkasse nach ihrer bisherigen "verkaufen"-Empfehlung der Titel von Carrefour nunmehr jedoch haltenswert..

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