Bayer meldet Rekordergebnis

(lk). Der Deutsche Aktienindex hatte in der vergangenen Woche für jeden etwas zu bieten. Anleger, die es auch mal etwas ruhiger mögen, kamen gleich zu Wochenbeginn auf ihre Kosten. Auf dem Börsenparkett tat sich so gut wie nichts und der Index schloss knapp behauptet. Für die Aktionäre, denen auch die steilste Abfahrt noch nicht steil genug ist, boten die kommenden Tage allerhand Aufregendes.

b DAX-Kurzbericht (11. Kalenderwoche)

In rasantem Tempo schoss der DAX abwärts, behauptete sich kurz und kräftig, um dann wieder stark nachzugeben. Für den DAX ging es im Vergleich zur Vorwoche bis Donnerstagabend um zwei Prozent auf 6585 Punkte nach unten. Verantwortlich war die Sorge um den amerikanischen Immobilienmarkt. Die Börsianer befürchten, dass sich die Nervosität auch auf den Konsum auswirken könnte. Die Unsicherheit am deutschen Aktienmarkt bleibt nach Ansicht der Experten in den kommenden Tagen bestehen. "Abwarten", so der knappe Kommentar eines Händlers auf die Frage, wie man sich derzeit verhalten sollte.

Der Technologiekonzern Linde hat in der vergangenen Woche seine Zahlen für das abgelaufene Fiskaljahr vorgelegt. Wie die Unternehmensführung mitteilte, erwirtschaftete Linde einen Gesamtumsatz in Höhe von 12,44 Milliarden Euro und steigerte diesen somit um 30,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Um Sondereffekte bereinigt kletterte das EBIT von 953 Millionen Euro auf 1,37 Milliarden Euro. Wie geplant sollen ab dem Jahr 2009 die Kostensynergien in Höhe von jährlich 250 Millionen Euro realisiert werden. Ab 2010 soll das EBITDA dann bei rund drei Milliarden Euro liegen.

Wenn es nach dem Willen des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Post , Klaus Zumwinkel, geht, werden die bei dem Logistikkonzern beschäftigten Beamten künftig länger arbeiten. So soll die Wochenarbeitszeit von momentan 38,5 auf 41 Stunden angehoben werden. Als Rechtfertigung verweist er auf die Lohnsituation bei den Wettbewerbern. Diesen Plan auch in die Realität umzusetzen dürfte sich allerdings als schwierig erweisen. Die Gewerkschaft ver.di hat bereits Massenproteste und Streiks angekündigt.

Der Industriekonzern Siemens hat offenbar eine Alternative zum geplanten Börsengang der Konzernsparte VDO Automotive ausgearbeitet. Wie die "Financial Times Deutschland" berichtete, steht auch ein Direktverkauf zur Debatte. Für diesen Fall soll Goldman Sachs als Berater zur Seite stehen. Allerdings sei dieser Schritt nur die zweite Wahl, hieß es weiter. Dem Börsengang wird immer noch oberste Priorität zugeordnet. In der kommenden Woche soll zudem eine Investmentbank ausgewählt werden, die einen eventuellen Börsengang begleitet.

Einen positiven Ausblick wagt der Münchner Automobilkonzern BMW für das laufende Geschäftsjahr. Demnach soll es operativ das beste in der Geschichte des Konzerns werden, wie der Vorstandsvorsitzende Nobert Reithofer auf der Bilanzpressekonferenz mitteilte. Der Absatzanstieg soll im hohen einstelligen Prozentbereich liegen. Als belastend könnten sich allerdings ungünstige Wechselkurseffekte sowie hohe Rohstoffpreise erweisen. Produktivitätsverbesserungen, kontinuierliche Maßnahmen zur Effizienzsteigerung sowie der angestrebte Spitzenwert bei den Auslieferungen sollen dieser Entwicklung allerdings entgegenwirken. Zufriedenstellende Zahlen präsentierte der Konzern auch für das abgelaufene Geschäftsjahr. Der Vorsteuergewinn kletterte von 3,29 Milliarden Euro auf 4,12 Milliarden Euro und der Jahresüberschuss betrug 2,87 Milliarden Euro. Damit wurde ein neues Rekordergebnis erzielt.

Ebenfalls mit einem Rekordergebnis hat der Chemie- und Pharmakonzern Bayer das alte Geschäftsjahr abgeschlossen. So kletterte der Umsatz um 17,2 Prozent auf 28,96 Milliarden Euro. Das EBITDA wurde um 21,3 Prozent auf 5,58 Milliarden Euro verbessert. Auch für das laufende Geschäftsjahr geben sich die Bayer-Verantwortlichen optimistisch. Sowohl Umsatz als auch bereinigtes EBITDA sollen um jeweils mehr als zehn Prozent zulegen. Zudem sollen Investitionen mit einem Volumen in Höhe von 1,7 Milliarden Euro getätigt werden..

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