Prisma

Die Renaissance der Kavawurzel?

Nachdem Kava-Präparate lange Zeit als Sedativa im Handel waren und ihre Zulassung vor vier Jahren wegen Leberschäden zurückgenommen wurde, ist das Pfeffergewächs jetzt wieder im Gespräch. Studien zufolge soll es gegen Leukämie und Eierstockkrebs wirken.

Der entspannende und mitunter euphorisierende Extrakt aus den Wurzeln des Piper methysticum gilt im Pazifik mancherorts als Nationalgetränk und wird dort so häufig konsumiert wie anderswo Kaffee oder Tee. Wissenschaftler der University of the South Pacific stellten einen merklichen Rückgang von Leukämiefällen und Eierstockkrebs im Südseeraum fest und versuchten einen Zusammenhang zum Rauschpfeffer Kava-Kava herzustellen.

Wie Untersuchungen zeigen, scheint es tatsächlich die Aktivierung so genannter Nuklearfaktoren zu verhindern, die für die Produktion von Krebszellen mit verantwortlich sind. Vor allem zwei Bestandteile von Kava-Kava sind an einem spezifischen Wirkmechanismus beteiligt, wobei diese Inhaltstoffe keine allgemeine Toxizität aufweisen, so die Forscher.

Offensichtlich wird also nicht generell jede Zelle von der Kavawurzel zerstört, was erklären könnte, warum bestimmte Krebsarten in der Südsee nur selten auftreten. war

Quelle: Pacificmagazine, The Fiji Times Online, Meldung vom 15. 2. 2006

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