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Alter Vater – autistisches Kind?

Je älter eine Frau bei Beginn einer Schwangerschaft ist, umso größer ist das Risiko für genetische Anomalien. Dieser Zusammenhang ist lange bekannt. Doch auch das väterliche Alter scheint hier eine Rolle zu spielen. So steigt offenbar das Risiko für kindlichen Autismus mit dem Alter des Vaters an.

Das haben amerikanische Wissenschaftler bei der Analyse der Daten von über 318.000 Jugendlichen, die in den 80er-Jahren in Israel geboren und im Alter von 17 Jahren gemustert worden waren, herausgefunden. Von 132.000 der Jugendlichen lagen Daten über das Alter beider Elternteile vor, bei den übrigen war nur das väterliche Alter erfasst worden. Die Auswertung zeigte: Das Risiko für Autismus oder eine ähnliche Störung war bei Kindern, deren Väter bei der Zeugung über 40 Jahre alt waren beinahe fünfmal höher, als bei Vätern unter 30. Das Alter der Mutter spielte für diesen Zusammenhang dagegen keine Rolle.

Zwar müssen die Ergebnisse erst durch weitere Untersuchungen bestätigt werden, schreiben die Forscher im Fachblatt "Archives of General Psychiatry", sie glauben jedoch, dass ihre Studie die ersten überzeugenden Belege dafür liefert, dass das Alter des Vaters ein Risikofaktor für Störungen aus dem autistischen Spektrum ist. ral

Quelle: Arch. General Psych. 63, 1026 – 1032 (2006).

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