Pharmaspektrum

Altana: Finanzinvestoren zur Auswahl

BAD HOMBURG (tmb). Der schon lange angekündigte Verkauf der Pharmasparte von Altana scheint voranzukommen. Jüngsten Meldungen zufolge sollen die Interessenten bereits bis Mitte September ihre Angebote abgeben.

Am 2. August hatte Altana mit seinen Zahlen für das zweite Quartal die meisten Erwartungen übertroffen. Der Umsatz des Konzerns stieg gegenüber dem Vorjahresquartal von 811 auf 985 Millionen Euro, wobei ein großer Teil des Zuwachses auf den Kauf der Eckart-Gruppe in der Chemiesparte zurückzuführen ist. Der Überschuss stieg von 125 auf 126 Millionen Euro, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern sank aufgrund von Umstrukturierungsmaßnahmen von 197 auf 194 Millionen Euro. Die Pharmasparte erzielte im ersten Halbjahr trotz der Preissenkungen für Pantoprazol einen Umsatzzuwachs von 13 Prozent auf 1,27 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr rechnet Altana im Pharmageschäft mit einem Umsatzplus von 10 Prozent, während zuvor höhere Wachstumsraten in Aussicht gestellt wurden. Die Zahlen von Altana sind stets wesentlich von Pantoprazol geprägt, das zur Zeit 58 Prozent des Konzernumsatzes generieren soll. Der Patentschutz endet 2009 in Europa und 2010 in den USA.

Finanzinvestoren statt Pharmaunternehmen? In der vorigen Woche wurde zunehmend über mögliche Käufer für die Pharmasparte spekuliert. Dabei wurden hauptsächlich Finanzinvestoren genannt, obwohl Altana bisher einen Verkauf an ein großes Pharmaunternehmen angestrebt hatte.

Nach einem Bericht der "Wirtschaftswoche" soll schon in den nächsten Wochen eine Entscheidung getroffen werden, bis Mitte September sollten die Angebote abgegeben werden.

Als Kandidaten gelten die Finanzinvestoren Kohlberg Kravis Roberts & Co. (KKR) aus den USA und die dem schwedischen Wallenberg-Imperium zugerechnete EQT. Einem Artikel der "Frankfurter Allgemeinen" zufolge soll KKR mit den Hexal-Gründern Geschwister Strüngmann und EQT mit dem ehemaligen Merck-Chef Bernhard Scheuble zusammenarbeiten. Dem dänischen Pharmakonzern Nycomed werden in der "Wirtschaftswoche" eher schlechte Chancen eingeräumt, weil er sich wiederum im Besitz von Finanzinvestoren befinde, die die Altana-Sparte angeblich zerschlagen wollten. Allerdings lässt Altana seinen Blockbuster Pantoprazol in Skandinavien schon jetzt von Nycomed vertreiben. Der zeitweilig genannte belgische Solvay-Konzern ist angeblich nicht mehr interessiert.

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