Prisma

Mit Gold gegen Alzheimer

Gold und seine Verbindungen gelten bei der rheumatoiden Arthritis bereits seit langem als wirksame Basistherapeutika. Wissenschaftler aus Santiago de Chile hoffen nun, dass sich das Edelmetall auch für die Therapie von Alzheimer als geeignet erweist.

Im Fokus steht dabei die Eigenschaft des Goldes, die Bildung entzündungsfördernder Plaques zu verhindern oder bereits bestehende Proteinklumpen aufzulösen. Bei Morbus Alzheimer bestehen diese Plaques vorrangig aus Beta-Amyloid-Proteinen, die sich an den Nervenzellen im Gehirn ablagern. In einem Experiment gaben spanische und chilenische Forscher nanometerkleine Goldpartikel mit aggregierten Amyloid-Eiweißen zusammen und setzten das Gemisch nach einigen Tagen einer schwachen Mikrowellenstrahlung aus. Dadurch erhitzten sich die Goldteilchen und lösten die Proteinklumpen auf.

Gleichzeitig wurde eine erneute Zusammenballung von Eiweißfragmenten verhindert. Obwohl die Versuche ausschließlich im Reagenzglas stattfanden, hoffen die Wissenschaftler auf den Einsatz der Methode im lebenden Organismus. Sie nehmen an, dass aufgrund der schwachen Strahlungsintensität die gesunden Zellen keine Schäden erleiden würden. war

Quelle: Nano Lett. 6 (1), 110-115 (2006).

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