Arzneimittel und Therapie

Verletzungen im Spitzensport: Was macht – nicht nur Sportler - schnell wie

Gerade jetzt während der Fußball-WM 2006 sehen wir es wieder jeden Tag: Ein Spitzensportler geht verletzt vom Platz oder wird Ų eventuell sogar schwer verletzt Ų vom Spielfeld getragen. Der Zuschauer meint, das sei das "Aus" Ų mindestens für dieses Spiel Ų und wundert sich, wie schnell ein verletzter Athlet nach einer kurzen Behandlung sein Spiel fortsetzt. Welche Strategien machen ihn so schnell wieder fit und helfen sie auch in der Akuttherapie im Alltag?

Pro Jahr passieren etwa 2,1 Millionen Sportunfälle, die ca. 23% aller Gesamtunfälle ausmachen. Die häufigsten Verletzungen sind Frakturen, Luxationen und Bänderrisse an Armen und Beinen, gefolgt von frischen Muskel- und Kapselbandverletzungen. Funktionelle und strukturelle Muskelverletzungen sind vor allem Muskelverhärtung und -zerrung, Muskel-(faser-)Riss und -quetschung.

Die betreuenden Sportärzte diagnostizieren bei den Athleten aber auch häufig Erschöpfungszustände, die sich in einer gesteigerten Infektanfälligkeit äußern, so dass kein regelmäßiges Training möglich ist. Die Verletzungsanfälligkeit ist dann ebenfalls erhöht, es kommt zu rascher Übermüdung und deutlich niedrigerer Spitzenleistung. Viele Spieler fallen sogar häufiger aufgrund von Krankheiten als wegen Verletzungen aus. Die Prävention hat deshalb bei der medizinischen Betreuung von Spitzensportlern wie auch bei der Beratung von Freizeitsportlern eine entscheidende Bedeutung.

Was leisten Homöopathika in der Akuttherapie? Verletzte Spitzensportler müssen sehr schnell wieder fit sein. Ein Profi kann es sich praktisch nicht mehr leisten, krank zu werden – von einem längeren Ausfall ganz zu schweigen. Beim Einsatz von Medikamenten ist allerdings die absolute Dopingsicherheit oberstes Gebot. Sportler und Sportärzte werden durch die jedes Jahr verschärften Anti-Doping-Gesetze geradezu gezwungen, schonende Verfahren einzusetzen. An zweiter Stelle stehen die Wirksamkeit, einfache Einsatzmöglichkeit und ein günstiges Nebenwirkungsprofil. Aufgrund langjähriger Erfahrung renommierter Sportmediziner und Sportphysiotherapeuten werden daher homöopathische Komplexmittel immer populärer, da sie die gestellten Anforderungen erfüllen. Sie werden im Profisport schon länger erfolgreich eingesetzt, finden aber auch in der "normalen" Praxis zunehmend Anwendung.

Die homöopathischen Komplexmittel spielen dabei im gesamten therapeutischen Arsenal eine große Rolle – sowohl in der Prävention als auch bei der Regeneration nach Verletzungen. Die Sportärzte haben die Erfahrung gemacht, dass der rasche Behandlungserfolg bei Verletzungen und Infekten nicht zuletzt vom schnellen und hoch dosierten Einsatz der jeweiligen Präparate abhängt – und machen kein Geheimnis aus ihren erfolgreichen Therapierezepten.

Eigenständige Krankheitslehre Homotoxikologie Die Homotoxikologie geht davon aus, dass Giftstoffe (Homotoxine) ursächlich an Erkrankungen beteiligt sind. Homotoxine lagern sich massiv in der bindegewebigen Grundsubstanz (Matrix) ab und stören den Stoffaustausch und das Immunsystem, beides Schlüsselfunk–tionen für die Gesundheit.

Als Basistherapie stehen Komplexmittel wie z. B. Traumeel® S gegen Sportverletzungen, Zeel comp.® N gegen rheumatische Gelenkbeschwerden oder Neuraxan® gegen Stress und Schlaf–störungen zur Verfügung. Lymphomyosot® wirkt als "Matrixmittel" und kann durch Ausschleusung der Homotoxine den Gesundungsprozess unterstützen.

Die Anwendungsgebiete von Traumeel® S leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören Verletzungen wie Verstauchungen und Verrenkungen, Prellungen, Blut- und Gelenkergüsse, entzündliche und mit Entzündungen verbundene degenerative Prozesse am Stütz- und Bewegungsapparat (z. B. Sehnenscheidenentzündungen, Tennisarm), Arthrosen der Hüft-, Knie- und kleinen Gelenke.

Deutschland im Fußball-Fieber Fußball ist keine Frage von Leben oder Tod – Fußball ist für etliche wichtiger. Viele Fußballbegeisterte betreiben diesen Sport aber auch aktiv und treten gern mal selbst gegen den Ball, sei es im Verein, im Park bzw. im eigenen Garten. Nicht nur Männer, sondern vor allem Kinder und immer mehr Frauen kicken in ihrer Freizeit. Fußball ist gut für das Herz-Kreislauf-Training, die Muskeln werden gestärkt, Alltags-Stress wird abgebaut und die Kondition aufgebaut. Leider ist aber die Gefahr einer Verletzung beim Fußballspielen gerade für den Freizeit-Kicker relativ hoch: Hautabschürfungen, Prellungen, Zerrungen oder Überdehnungen an Bändern und Gelenken sind die Folge von einseitigem Training, falscher Technik, ungenügender Vorbereitung oder Übermut. Wenn es zu einer Verletzung gekommen ist, gilt als Erste Hilfe die "PECH-Regel".

  • P wie Pausieren: Sport sofort unterbrechen, nicht mit Schmerzen weiter spielen.
  • E wie Eis: Verletzte Stelle kühlen (beispielsweise mit kalten Umschlägen), aber nicht direkt Eis auflegen
  • C wie Compression: Verband anlegen (gegen die Schwellung)
  • H wie Hoch: Extremität hoch lagern (gegen die Schwellung)

Diese Regeln helfen, bei Verletzungen eine überschießende Entzündung und Schwellung zu vermindern. Bei schweren, offenen und unklaren Verletzungen sollte der Patient jedoch einen Arzt aufsuchen. Bei der Behandlung von Sportverletzungen wie Verstauchungen oder Prellungen können homöopathische Komplexmittel z. B. als Salbenverbände über Nacht eingesetzt werden. Verletzungen sollen immer vollständig ausheilen, damit nicht eine momentane Schwachstelle zur chronischen Problemzone wird (wie z. B. beim Tennisellenbogen oder Golferarm).

Tipps im Breiten- und Freizeitsport Wer nach einer längeren Sportpause wieder loslegen will, sollte vorsichtig und maßvoll vorgehen. Sport soll fit machen, nicht kaputt. Wer sich übernimmt und die Ziele anfänglich zu hoch steckt, riskiert schnelle Frustrationen, wenn die Erfolge ausbleiben. Wichtig ist, mit kleinen sportlichen Einheiten anzufangen und sich Zeit für eine Aufwärmphase zu nehmen, um Zerrungen und Verletzungen vorzubeugen. Auch Dehnen und kurze Sprints sind gut für die Spielvorbereitung.  

Das können Sie Ihren Kunden raten

  • Nach einer längeren Sportpause oder als Sportanfänger ist eine Untersuchung durch einen Arzt sinnvoll. Dieser kann feststellen, wie belastbar Herz und Kreislauf sind.
  • Der Puls sollte im aeroben Bereich bleiben, um eine Übersäuerung der Muskeln zu vermeiden. Der Arzt bestimmt die individuell geeignete Pulsfrequenz.
  • Die Belastung sollte langsam beginnen und nur allmählich gesteigert werden. Das schont die Gelenke und überfordert auch Bänder und Sehnen nicht.
  • Bei Schmerzen sollten die Übungen sofort beendet werden.
  • Die Sportkleidung sollte in erster Linie praktisch und luftdurchlässig sein.
  • Wichtig ist die immer ausreichende Flüssigkeitszufuhr.
  • Sport in den Alltagsablauf integrieren: Treppen steigen, für möglichst viele –kurze Strecken das Auto stehen lassen und zu Fuß gehen.

Komplexmittel

Brücke zwischen Schulmedizin und Homöopathie

Die klassische Homöopathie mit Einzelmitteln orientiert sich an der individuellen Symptomatik des Patienten, wobei Körper und Seele in die Untersuchung einbezogen werden.

Die homöopathischen Komplexmittel, auch "moderne Homöopathika" genannt, werden dagegen wie in der Schulmedizin üblich nach Indikationen eingesetzt. Komplexpräparate enthalten mehrere homöopathisch aufbereitete Wirkstoffe. Sie schließen damit eine Lücke, die bisher zwischen der Schulmedizin und der Homöopathie bestand, und werden daher auch als "Brücke" zwischen beiden Therapieformen bezeichnet.

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