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Schwarz Pharma: Pfizer kauft Rechte an Fesoterodin

MONHEIM (tmb). Mit einem Kurssprung von etwa 14 Prozent für die Aktie von Schwarz Pharma reagierte die Börse am 13. April auf die Meldung über den Verkauf der Rechte für das Inkontinenzmittel Fesoterodin an Pfizer.

Die Zulassungsunterlagen für Fesoterodin wurden in den USA und Europa bereits eingereicht, es werden jährliche Umsätze von 450 Millionen US-Dollar erwartet. Für die weltweiten Rechte zahlt Pfizer zunächst 100 Millionen US-Dollar an Schwarz Pharma sowie bis zu weitere 110 Millionen US-Dollar beim Erreichen bestimmter Ziele. Darüber hinaus wird Schwarz Pharma an den Umsätzen des Produktes beteiligt. Von Analysten wird besonders eine zusätzliche Vereinbarung hervorgehoben, nach der Schwarz Pharma auch eine Beteiligung an den Umsätzen des Pfizer-Produktes Detrol® (Tolterodin) erhält, allerdings ist die Höhe des Anteils nicht bekannt. Der Umsatz von Detrol® betrug im Vorjahr 988 Millionen US-Dollar.

Mit der Vereinbarung haben die Pharmaunternehmen zugleich ihren Patentstreit um das Produkt beigelegt. Pfizer und Pharmacia hatten Schwarz Pharma im vorigen Jahr in Großbritannien wegen angeblicher Patentverletzungen verklagt. So entfällt eine beträchtliche Unsicherheit für die künftige Entwicklung bei Schwarz Pharma, was die starke Kursbewegung erklären könnte. Nach Angaben von Schwarz Pharma sollen die Verkaufserlöse in die Entwicklungspipeline des Unternehmens investiert werden.

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